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Rheinberg: Mogli & Co in der Stadthalle

Rheinberg : Die Stadthalle wird zu Moglis Welt

Rund 400 begeisterte Besucher erlebten eine eigene Version des „Dschungelbuchs“.

Das Theater „Liberi“ verwandelte die Rheinberger Stadthalle am Sonntag in eine kunterbunte Dschungelwelt. Zwei Stunden lang führten die Bühnenkünstler hier nämlich das Kult-Musical „Das Dschungelbuch“ als unterhaltsame Eigenkomposition auf. Knapp 400 Zuschauer sahen sich die rührende Geschichte des Dschungeljungen Mogli an, der in einem Wolfsrudel aufwächst und von dem bösen Tiger Shir Khan gejagt wird.

Seit seiner Gründung im Jahr 2008 veranstaltet das Theater „Liberi“ Familien-Musicals für Vier- bis Zwölfjährige und ihre Eltern und Großeltern, um die 400 Vorstellungen gibt es pro Saison. Autor und Regisseur Helge Fedder betont, man wolle den Kindern mehr bieten als bloß platte Witze und eine oberflächliche Show. „Wir möchten, dass etwas hängen bleibt, an das sich die Kinder im besten Fall nach Jahren noch erinnern“, erklärt er.

Das Musical bekam vom Liberi-Theater seinen eigenen Stempel aufgedrückt. Bei den zahlreichen Gesangseinlagen wurde auf den Ohrwurm „Probier‘s mal mit Gemütlichkeit“ verzichtet. Dafür wurde der Affensong „Babanananana“ selbst kreiert, der Kinder und Eltern zum Mitsingen animierte. Herausragend und im wahrsten Sinne des Wortes „bärenstark“ präsentierte sich vor allem Stefan Peters in der Rolle des Bären Balu, der das Publikum mit seiner Tollpatschigkeit und seinem Humor ein ums andere Mal zum Lachen brachte.

Auch Szenen mit dem Tiger Shir Khan oder der Affenbande begeisterten nicht nur die Kinder im Publikum. Im Allgemeinen war es eine starke schauspielerische Leistung, die die Akteure des Theaters boten. Auch gesanglich überzeugte das sechs Mann starke Ensemble. Kein Wunder: Im Vorfeld war „The Voice“-Teilnehmerin Pamela Falcon zu Besuch und trainierte die Akteure.

Das Publikum trug seinen Teil dazu bei, dass es einen stimmungsvollen Rahmen gab, indem es bei Mitsingliedern wie „Babanananana“ oder „Lach das Leben an“ tatkräftig mitwirkte. Für die Akteure gab es am Ende tosenden Applaus, denn es war wirklich ein großartiger Sonntagnachmittag, den die 400 Besucher in der Stadthalle erleben durften.