Rheinberg: Möbel Gottwald macht Lust aufs Segelfliegen

Aktion zum Stadtfest : Sportsegler machen Lust aufs Fliegen

Unternehmer Edgar Gottwald stellt zusammen mit der Luftsportgemeinschaft Kamp-Lintfort ein Flugzeug zum Stadtfest aus.

Auch wenn Edgar Gottwald die Segelfliegerei schon vor Jahrzehnten an den Nagel gehängt hat, fühlt er sich dem Luftsport nach wie vor verbunden. „Es ist schon eine schöne Sache, ohne Motor stundenlang am Himmel zu kreisen“, schwärmt der Rheinberger Unternehmer, der mit 14 Jahren bei der Luftsportgemeinschaft (LSG) Kamp-Lintfort erstmals mit einem Segelflieger in die Luft gegangen ist. Deshalb hat er sich in Zusammenarbeit mit dem Verein eine besondere Aktion einfallen lassen: Im Rahmen des Stadtfestes „landet“ am Sonntag, 16. Juni, ab 12.30 Uhr, ein Segelflugzeug auf dem Vorplatz des Möbelhauses Gottwald, An der Neuweide.

Vor allem Kinder und Jugendliche sind zu einem „Trockenflug“ herzlich eingeladen. Wer möchte, kann sich ins Cockpit setzen und somit einen Vorgeschmack darauf bekommen, wie es sich anfühlt, in einem Segelflieger unterwegs zu sein. „Damit wollen wir junge Leute für den Luftsport begeistern“, sagt Heiner Morsch, Segelflug-Referent bei der LSG Kamp-Lintfort. Morsch und seine Kollegen beantworten beim Stadtfest auch alle Fragen rund um die Segelfliegerei.

Na klar: Das Segelflugzeug landet nicht wirklich im Gewerbegebiet Winterswick. Tatsächlich wird der einsitzige Segelflieger gut verpackt in einem Anhänger auf vier Rädern nach Rheinberg gebracht. Innerhalb von zehn Minuten seien die Flügel und das Höhenruder demontiert und der Flieger transportfähig, erläutert Morsch. „Früher mussten wir noch zahlreiche Bolzen und Schrauben entfernen, das ist heute alles viel einfacher“, ergänzt der Segelflugexperte.

An diese Zeit kann sich auch noch Unternehmer Gottwald erinnern, dem das Segelfliegen quasi in die Wiege gelegt worden ist. Schon sein Vater war Segelflieger. Als Jugendlicher war er dabei, als der Flugplatz Saalhoff aufgebaut wurde. „Berufsbedingt musste ich das schöne Hobby leider aufgeben“, bedauert Gottwald.

(RP)
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