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Rheinberg: Mit Pinsel, Farbe und Mumm zum Glück

Zehn Jahre Werkstatt für Malerei in Rheinberg : Mit Pinsel, Farbe und Mumm zum Glück

Kiki Dietz betreibt ihre Werkstatt für Malerei in Ossenberg seit genau zehn Jahren. Sieben Frauen aus einem Malkurs der Künstlerin berichten über ihre Erfahrungen. Sie schätzen ihre Lehrerin nicht zuletzt für deren Motivationskünste.

Seit genau zehn Jahren betreibt die Rheinberger Künstlerin Kiki Dietz ihre „Werkstatt für Malerei“ an der Kirchstraße in Ossenberg. Sie bietet dort Kurse für alle an, die gerne malen und lernen möchten, wie man mit Acryl, Aquarell oder Öl malt. „Zu mir kommen Menschen von acht bis 88 Jahren“, sagt Kiki Dietz, die vor ihrem Umzug nach Ossenberg bereits ein halbes Jahr lang ein Atelier an der Goldstraße in Rheinberg hatte.

Wir haben vor der Geburtstagsfeier am Samstag den „Malkurs mit Mumm“ besucht, dem zehn Frauen angehören, die meisten davon seit zehn oder nahezu zehn Jahren. Das Mumm im Namen darf man im doppelten Sinn verstehen: Zum einen wollen die Damen Kraft, Power und Ausdauer zum Ausdruck bringen, zum anderen ist es ein Hinweis auf einen Sekt, mit dem die Hobby-Malerinnen ganz gerne auf ihre künstlerische Freundschaft anstoßen. Wir haben sieben der Mumm-Malerinnen gefragt, wie sie den kreativen Prozess in der Ossenberger Werkstatt und Kiki Dietz als Lehrerin empfinden und erleben.

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Marie-Louise Oehmen (Xanten) „Wir tauschen uns über schöne und auch nicht so schöne Dinge aus, wenn wir uns dienstags für drei Stunden in Ossenberg treffen. Wir lachen viel und das tut sehr gut. Ich hätte nie gedacht, dass ich mal malen würde. Aber die Art, wie Kiki uns anleitet, motiviert mich.“

Marianne Kerkow (Millingen) „Ich bin schon seit zehn Jahren dabei und finde es nach wie vor toll, wie Kiki auf jede Einzelne von uns eingeht. Egal ob Aquarell- oder Acryl-Malerei, sie gibt uns immer gute Hinweise.“

Marlies Zilske (Rheinberg) „Kiki Dietz lässt uns viele Freiheiten. Oft ist es so, dass jemand von uns sagt, sein Bild sei fertig. Dann schaut sie es sich an und hat fast immer noch Verbesserungsvorschläge. Und meistens sagt man sich nachher: Stimmt, sie hatte recht.“

Ulrike Schurig-Gödeke (Rheinberg) „Wenn ich dienstags hierher komme, ist es für mich so, als würde ich nach Hause kommen. Wir haben eine wunderbare Gemeinschaft. Wenn es einem selbst mal nicht so gut geht, fangen einen die anderen sofort auf. Ich habe anfangs alleine bei mir zu Hause gemalt und bin irgendwann zufällig auf den Kurs von Kiki gestoßen – was für ein Glück.“

Marion Fix (Rheinberg) „Ich war schon in Kikis Kurs, als sie noch an der Goldstraße war. Unser Malkurs ist schon klasse. Wir sind nach all den Jahren ein eingespieltes Team, da kann auch niemand mehr dazukommen. Wir feiern zusammen, wir lachen zusammen, aber wir reden auch sehr ernsthaft. Und Kiki ist eine gute Motivatorin.“

Heike Schnabel (Rheinberg) „Die Stimmung in unserem Malkurs ist einzigartig, das möchte ich nicht mehr missen. Mir gefällt es, wie Kiki uns immer wieder motiviert und man so nie die Lust an der Malerei verliert.“

Bettina Siera (Orsoyerberg) „Ich freue mich jede Woche darauf, die anderen zu treffen und wieder loszulegen. Wir besprechen vieles im Kurs, das tut gut. Und Kiki hat immer wieder neue Ideen, sie motiviert uns und sagt ganz ehrlich, was Sache ist. Wir haben unsere Bilder ja auch schon alle gemeinsam ausgestellt.“

Als einziger Mann im „Malkurs mit Mumm“ hält sich Atelierhund Piet dienstags vornehm zurück, legt sich brav in sein Körbchen, schweigt und denkt sich vermutlich seinen Teil. Die Frauen versichern unisono: Ohne Piet geht es nicht.

(up)