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Rheinberg: Michael und Beate Rosin übernehmen das Krauthaus Heesenhof in Budberg

Gastronomie in Rheinberg : Rosin übernimmt das Heesenhofcafé

Anita und Hermann Barten setzen sich zur Ruhe und verpachten ihr Bauernhofcafé, das sie vor 21 Jahren eröffneten. Michael und Beate Rosin geben ihren Betrieb in Saalhoff auf und servieren in Budberg künftig auch Mittagstisch.

Manchmal passen die Dinge einfach. So wie in der Geschichte der Ehepaare Barten und Rosin. Die Bartens aus Budberg möchten ihr Bauernhofcafé Krauthaus Heesenhof nach 21 Jahren in jüngere Hände geben und sich endlich zur Ruhe setzen. Michael und Beate Rosin, die in Millingen leben, stand nach 13 Jahren in ihrem Rosins Restaurant Café in Saalhoff der Sinn nach Veränderung. Nun ist man sich einig geworden: Wenn der Pachtvertrag in Kamp-Lintfort am 31. Januar ausgelaufen ist, übernehmen die Rosins das Heesenhofcafé. Ende Februar, Anfang März, so der Plan, soll es losgehen. Und im Wesentlichen soll alles so bleiben wie bisher.

Michael Rosin ist ein erfahrener Küchenmeister. Den Beruf des Kochs hat der heute 59-Jährige im Hotel Rheintor bei Franz Croonenbruck in Rheinberg gelernt. Später machte er sich mit seiner Frau Beate selbstständig, übernahm Anfang der 90er Jahre die „Klosterpforte“ in Kamp. Nach 15 Jahren ging es im ehemaligen Haus Brambosch in Saalhoff weiter. Der Chef zauberte den Gästen gut bürgerliche Gerichte auf die Teller, zudem gab es Partyservice und auch Kaffee und Kuchen. Die süßen Sachen lieferte Ulrich Löhle aus Rheinberg.

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„Meine Frau und ich wollten eigentlich aufhören und die letzten Jahre unseres Berufslebens im Angestelltenverhältnis arbeiten“, erzählt Rosin. „Aber wer mich kennt, der weiß: Eigentlich geht das nicht.“ So als sei es ein Wink des Himmels, hörte der Küchenmeister die Signale aus dem Heesenhof. Michael Rosin: „Wir haben telefoniert, haben uns im September getroffen und ich hatte sofort ein gutes Bauchgefühl.“

Rosin wird auch im Heesenhof in der Küche stehen und kochen. „Mittagstisch, gerne mit saisonalen Gerichten wie Grünkohl mit Mettwurst oder Linseneintopf“, sagt er. Von Mittwoch bis Sonntag gibt es eine Standardkarte, von mittwochs bis samstags legt er zusätzlich eine Mittagskarte auf. Wichtig sei in Budberg auf jeden Fall der Cafébetrieb mit den für den Heesenhof typischen Super-Kuchen von Eierlikörtorte über Stachelbeerbaiser bis Bienenstich sowie Erdbeer- und Himbeerkuchen. Die soll es weitergeben, von den selben beiden Konditorinnen gebacken. „Die Damen übernehmen wir“, sagt Rosin. „So wie alle anderen aus dem Team, die weitermachen möchten.“

Das freut vor allem Anita Barten. „Meine größte Sorgen war, dass unsere langjährigen Mitarbeiterinnen ihre Jobs verlieren könnten“, sagt die 67-Jährige. 1999 haben sie und ihr Mann Hermann (74) das Café eröffnet. Das alte Krauthaus, zuletzt wurden dort 1964 Rüben gekocht, stand leer, nachdem Landwirt Barten zwischenzeitlich mal die Schweine in dem Gebäudeteil des Hofes, den Sohn Henning in achten Generation führt, untergebracht hatte. Damals gab es bereits den kleinen Hofladen mit Marmeladen- und Wurstspezialitäten. Die Idee war, zwei oder drei Tische hinzustellen für Kunden, die nicht gleich wieder wegfahren wollten. So entstand das Bauernhofcafé mit dem typischen Anita-Barten-Interieur: Stühle, Tische, Sofas, Lampen, Bilder – alles bunt zusammengewürfelt. Nicht zu vergessen: die Außenterrasse. „An manchen Sonntagen im Sommer“, sagt Anita Barten, „haben wir mehr als 600 Stücke Kuchen verkauft.“

Jetzt wird alles anders, und es bleibt doch alles beim Alten. Den Heesenhof-Kunden wird’s gefallen.