Rheinberg: Maskottchenrennen für "Bewegen hilft" war ein Riesenerfolg

Auf dem Ossenberger Sportplatz : Maskottchenrennen war ein Riesenerfolg

13 Läufer in dicken Kostümen werden von rund 300 Besucher ordentlich gefeiert. Die mehr als 500 Wetten bringen am Ende 2370 Euro in die Kasse für die Aktion „Bewegen hilft“, die jetzt auf dem Ossenberger Sportplatz begonnen hat.

Der Andrang auf der Sportanlage des SV Concordia Ossenberg war groß wie selten. Über 300 Besucher waren an die Schloßstraße gekommen, um Zeuge eines wohl einzigartigen Wettkampfes zu werden. „Ich konnte nachts nicht einschlafen, da ist mir die Idee gekommen, mit einem Maskottchenrennen an der Charity-Aktion Bewegen hilft teilzunehmen“, erklärt Initiator Carsten Kämmerer. Innerhalb kürzester Zeit folgten 13 Vereine, Verbände und Firmen der Einladung zur Eröffnungsveranstaltung der Hilfsaktion und schickten ihre übergroßen Plüschfiguren nach Ossenberg. Mit dabei waren so bekannte Werbeträger wie die „Biene Emma“ von Borussia Dortmund, Kollege „Erwin“ von Schalke 04 oder der in den Siebzigerjahren berühmt gewordene „Trimmy“ des deutschen olympischen Sportbundes.

Auch das Rahmenprogramm konnte sich durchaus sehen lassen. Neben einer Gourmetmeile mit der „Kult-Currywurst“ aus Peters Suppenküche, der rollenden Waldschule und Showtanzeinlagen der KAG-Garden stand eine Hüpfburg für den Nachwuchs bereit. Und dann war da noch der Wettstand. Fünf Euro konnten die Besucher auf ihren Favoriten setzen und im Siegfall tolle Preise wie etwa ein Fotoshooting oder Eintrittskarten für Comedy-Veranstaltungen und Musicals gewinnen.

Wie es sich für einen solchen Rahmen gehört, wurden die Protagonisten vom Applaus des Publikums und den Mädchen der Ossenberger Tanzgarden begleitet zum Gruppenfoto auf den Platz geführt. Für die meisten der bis zu 2,50 Meter großen Wettkampfteilnehmer bedurfte es dabei etlicher Verrenkungen, um durch die Tür der Umkleideräume zu kommen. Noch mehr Probleme bereitete ihnen allerdings das Wetter. Temperaturen über 30 Grad auf dem sonnigen Rasen sind im dicken Plüschkostüm schon ohne große Anstrengungen kaum auszuhalten.

Das wusste auch Carsten Kämmerer: „Wir haben die Laufstrecke auf 250 Meter verkürzt und belassen es bei einer Runde.“ Lea Flatten braucht schon vor dem Start eine abkühlende Erfrischung. Kein Wunder, das Kostüm des Enni-Maskottchens ist für Eisstadien ausgelegt, besteht aus drei Zentimeter dickem Schaumstoff. Doch obwohl schon jetzt komplett durchgeschwitzt, gibt sich Lea Flatten optimistisch: „Ich empfehle den Besuchern, auf mich zu setzen. Enni-Mitarbeiter sind sehr sportlich.“

Zu den molligen Temperaturen in den Kostümen gesellte sich bei manchem Maskottchen-Akteur das für ein Rennen auf Rasen nicht sonderlich geeignete Laufwerk. „Ein Lauf mit Schuhgröße 70 ist gewöhnungsbedürftig. Das ist eine völlig neue Ausgangssituation für mich. Ich hoffe, dass ich im Ziel ankomme“, gesteht Ayman Barraki in Lino, der Figur des Centro Oberhausen. Besser hat es da schon Kalli. Zum einen sind die Füße eines Erdmännchens nicht übermäßig groß, zum anderen haben die Macher des Landesgartenschau-Maskottchens drei Ventilatoren zur Kühlung im Kostüm untergebracht. Kurz vor dem Start lagen den Buchmachern über 500 Wetten vor.

Freuen sich über den Erfolg: Guido Lohmann (v.l.), Initiator von „Bewegen hilft“, KAG-Sieger-Maskottchen Armin Schüler und Initiator Carsten Kämmerer. Foto: Ostermann, Olaf (oo)

Als Favorit ging Lokalmatador Armin Schüler, Neffe von „Prinz Kai I.“, ins Rennen. Im locker anliegenden Kostüm des KAG-Bären wurde Schüler dieser Favoritenrolle bereits im Halbfinale gerecht. Mit satten zehn Metern Vorsprung deklassierte er die Konkurrenz und wurde vom heimischen Publikum frenetisch gefeiert, während die Maskottchen der Bundeligisten bereits im Vorlauf ausschieden.

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