Rheinberg: Mädelsabend von und mit Mirja Regensburg

Rheinberg : Ein wunderbar alberner Mädelsabend

Comedian und Sängerin Mirja Regensburg sorgte in der gut besuchten Stadthalle für viel Gelächter.

„Mädelsabend – jetzt auch für Männer“ heißt das Programm von Mirja Regensburg. Und deshalb hatte die Kabarettistin auch jede Menge Männer zu dem albernen Mädelsabend in die Rheinberger Stadthalle eingeladen. Regensburg machte gleich deutlich, dass sie eine Ulknudel ist. Locker flachste sie mit den Gästen herum, verwickelte diese in witzige Gespräche. Dass es bei einem echten Mädelsabend drei Lügen gebe, erklärte Regensburg, bevor dieser richtig losging. Die lauten: „Ich habe schon gegessen. Das müssen wir unbedingt wiederholen. Alles bleibt unter uns.“

Das stimme aber nicht wirklich, wenn es um einen echten Mädelsabend gehe, erklärte sie lachend. Dann fordere sie das Publikum auf, abzufeiern, zu jubeln, Sachen oder die eigene Frau in die Luft zu schmeißen. „Wir werden heute auch über Männer reden, aber nicht so lange, da das Thema ja nicht so wichtig ist“, witzelte die Hessin, die vom Lande mit 21 Jahren nach Hamburg gezogen war, um dort eine Ausbildung zur Musicalsängerin zu absolvieren.

Und so trällerte sie sogleich mit einer unglaublichen Stimme los, sang Stücke unter anderem aus dem Musical „Das Phantom der Oper“, hatte dazu aber einen eigenen lustigen Text über Angela Merkels Grübchen gedichtet. Diese seien so riesig, dass sich dort ein Einkaufswagenchip verstecken ließe.

Was die Kabarettistin besonders sympathisch und unterhaltsam machte, war ihre Selbstironie. Die Musicaldarstellerin hatte kein Problem sich selber zu veralbern, wenn es unter anderem um die berühmten „Pfunde zu viel“ ging. Deshalb präsentierte sie sich auch mal eben als Bauchrednerin, zog das Shirt ein wenig hoch und drückte ihre Hand in den Bauch. Regensburg zeigte ihre Version des Bauchredens. Das Publikum konnte sich kaum halten. „Hast du dir gerade die Augen zu gehalten“, wollte sie von Wolfgang, der in den Zuschauerreihen saß, wissen. Schnurstracks steuerte sie auf ihn zu und sagte: „Willst du mal anfassen.“ Die Kabarettistin gab den weiblichen Gästen noch eine Botschaft mit, da ja auch Weltfrauentag sei. „Liebt euch, wie ihr seid.“

Sie kenne aber auch Menschen, die keine Gewichtsprobleme hätten. „Eine Freundin von mir isst nicht mehr, wenn sie keinen Hunger hat“, wunderte sich die Kabarettistin. Letztens habe sie ihr einen Chips-Clip angeboten. „Ich wollte wissen was das ist, sagte sie. Die Freundin habe geantwortet, dass dieser Clip für Chipsreste sei. „Chipsreste?“, rief sie fragend ins Publikum und fügte witzelnd hinzu: „Was ist das?“

Später holte sie noch einige Infos über Rheinberg ein. „Was gibt es denn hier alles?“, wollte sie wissen. „Underberg, Pulverturm, Underbergturm“, riefen die Gäste. „Der Underberg kommt aus Rheinberg? Und wo ist der? Warum habt ihr mir keinen mitgebracht?“ Dieser Mädelsabend funktionierte aber auch ohne Alkohol super.