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Rheinberg: Kulturarbeit im Spanischen Vallan entwickelt sich

Angebote im Rheinberger Stadtpark : Kulturarbeit im Spanischen Vallan entwickelt sich

Vor knapp einem Jahr erhielten Manuela Bechert und Renan Cengiz von der Stadt Rheinberg die Schlüssel zum Spanischen Vallan im Stadtpark. Seitdem ist das historische Gebäude Schreibwerkstatt und Kreativschmiede für Kulturevents, die in den vergangenen zwölf Monaten bereits für mehr Leben rund um das denkmalgeschützte Türmchen gesorgt haben. Ein Zwischenbericht.

Gleich zu Beginn suchten Cengiz und Bechert Kooperationen mit Künstlern: Der Lichtkünstler Rainer Moll setzte den Vallan in Szene, später waren die Bilder des Rheinberger Fotografen Johannes Kefferpütz Teil der Ausstellung zum Sommerkino, dessen Rahmenprogramm Cengiz und Bechert gestaltet haben. Es gab bereits Workshops für Kinder und Jugendliche zum Thema HipHop/Rap/Graffiti und eine Stadtführung mit dem Fahrrad wurde ins Leben gerufen. Bislang nur einmal durchgeführt, ist eine Wiederholung allerdings nicht ausgeschlossen.

Nach wie vor führen die beiden Rheinberger Interviews mit Zeitzeugen, die mit der Geschichte des Vallans verknüpft sind und recherchieren zur Historie. Ein Zwischenstand der Recherchen war die szenische Lesung beim Sommerkino-Event. Mittlerweile entsteht ein erstes Buch; auch ein Vallan-Podcast ist in Planung.

Der Vallan entpuppt sich als Publikumsmagnet, so die Erfahrung von Cengiz. Ein kleines gastronomisches Angebot, zum Beispiel an Wochenenden, könne hier auf fruchtbaren Boden fallen. Mit Unterstützung der Familie Feltes soll ein Kunstmarkt im Zeichen von Leo Feltes veranstaltet werden. Zu diesem Zweck haben Martina und Stefan Feltes einen Teil des Nachlasses von Leonhard Feltes überlassen. Ein Termin steht noch nicht fest. Noch nicht verworfen ist die Idee eines Kleinkunstfestivals, das bereits für September geplant war.

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Manuela Bechert und Renan Cengiz wollen den Vallan als offenen Ort für alle etablieren. Ganz klar: Dafür braucht es Angebote, auch und insbesondere für junge Menschen. Ideen haben die beiden genug. Das Konzept von „Picknick im Park“ zum Beispiel. Ein Tauschkühlschrank oder gar Depot am Vallan könnte das Food-Sharing-Angebot sinnvoll erweitern. Stichwort Kleinkunst: Gerade bei jüngeren Menschen sei der Wunsch nach Musikevents laut geworden, so Cengiz. Diese ließen sich auch gut mit anderen Veranstaltungen wie Picknicks kombinieren. Auch ein Vallan-Café oder Trinkhallen-Betrieb am Wochenende seien denkbar, sofern die Verwaltung grünes Licht gebe.

Allein: Damit das Vallan-Projekt auch in Zukunft mit Aktionen und Veranstaltungen nachhaltig zur Belebung der Stadt beitragen kann, müsse die Finanzierung gesichert sein. Ein Kiosk-Betrieb oder ein Förderverein könnten die Ausgaben deckeln.

Längst ist das Projekt Vallan nicht mehr nur Sache der beiden Rheinberger mit der „Schlüsselgewalt“, sondern betrifft schon Kulturschaffende und ehrenamtlich engagierte Bürger. Cengiz und Bechert sind an weiteren Kooperationen interessiert und wollen ihr Netzwerk erweitern. Wer etwas Gutes für alle schaffen wolle, müsse das Kirchturmspitzendenken ablegen. Davon sind beide überzeugt.

(up)