Rheinberg: Kukma und staunma in Thesings Garten

Kunstausstellung in Budberg : Kukma und staunma in Thesings Garten

An den kommenden beiden Wochenende öffnet Alfons Thesing seinen Skulpturengarten in Budberg. An der Ausstellung sind Künstler, die wie er Skulpturen fertigen, beteiligt. Auch Maler, Autoren und Musiker machen mit.

Alfons Thesing ist viele Jahre regelmäßig mit seinen nicht gerade kleinen Holzskulpturen zu Ausstellungen gefahren. Manchmal in der Nähe, manchmal weiter weg. Großer Aufwand mit teilweise geringem Ertrag, wie er im Laufe der Zeit feststellte. „Ich hatte irgendwann keine Lust mehr darauf, auch wenn ich bei diesen Gelegenheiten oftmals nette Künstlerkollegen kennengelernt habe“, erinnert sich Thesing. Er fasste einen neuen Plan: Wer seine Kunst sehen und erleben wollte, der musste zu ihm kommen. In seinen 1600 Quadratmeter großen Skulpturengarten in Budberg. Der liegt weit außerhalb, die Adresse ist Im Winkel 61, das Gelände ist am besten über den Budberger Weg von der L137 aus zu erreichen. Man muss schon hin wollen oder müssen, sonst kommt man nie hin.

Thesing hat es sich dort schön eingerichtet, hat zwei Bauwagen als Unterschlupf hingestellt, kann Musik hören und Tee kochen. Am liebsten ist der 63-Jährige aber draußen an der frischen Luft, um zu sägen, zu feilen, zu hacken und zu schleifen. Seine Skulpturen stehen zwischen den Bäumen und im Gebüsch wie Besucher oder wilde Tiere. Je älter sie werden, desto mehr werden sie eins mit der Natur. Ein wunderschönes Stückchen Erde.

Alfons Thesing auf seiner Skulptur „Die Schmunzelnde“ aus Krüppelkiefer. Foto: Uwe Plien

Im vergangenen Jahr hat Alfons Thesing erstmals eine Ausstellung in seinem Garten gemacht. Zusammen mit anderen Künstlern. „Kukma“ hieß das Ganze und kam super an. „Anfangs habe ich gedacht, da kommt bestimmt niemand hin“, erinnert sich der Holzmann. „Aber letztendlich waren an den vier Tagen gut und gerne 300 Besucher da.“

Hier hat Thesing „Räumlichkeit“ und „Geborgenheit“ thematisiert. Foto: Uwe Plien

Jetzt kommt „Kukma 2“. „Kukma und staunma!“ lautet die Devise. Und wieder hat Thesing befreundete Mitstreiter eingeladen, die den Garten an den kommenden beiden Wochenende zu einem Ort der Begegnung, der Kunst, des Wortes, der Musik und der Genießens machen.

Neben Alfons Thesing stellen Ingrid Dickschat-Lorenz aus Rhede Keramik und Klaus Küppers aus Rheinberg Stahl-Skulpturen aus. Thesings zehnjährige Enkelin Alina Pupovic bereichert die Ausstellung mit abstrakter Malerei, die sie mit Buntstiften aufs Papier gebracht hat, Javier Landa Blanco aus Huarte in Spanien (bekannt vom MAP-Artlon) zeigt Graffiti- und Acryl-Bilder, Thomas Giese liest eigene Texte („Von Möhren, Skulpturen und anderen Gewächsen“). Friederike Lisken (Cello) und Frank Preuß (Gitarre) sorgen für Live-Musik-Beiträge. Die Band QED (der Frank Preuß ebenfalls angehört) spielt nicht nur zur Eröffnung der Open-Air-Ausstellung am Samstag, 11. Mai, 14 Uhr in Budberg, Musik auf Instrumenten wie Oud, Nay, Kniegeige, Percussion oder Gitarre und setzt auch Elektronikklänge ein.

Die Künstlergruppe freut such auf gutes Wetter und viele Besucher mit anregenden Gesprächen. Parkplätze und Toiletten sind vorhanden, der Eintritt an allen Tagen ist frei.