Rheinberg: Kritiker an Naturschutz-Rangern sammeln Unterschriften

Protest in Rheinberg : Kritiker der Naturschutz-Ranger sammeln Unterschriften

In der Kreisverwaltung wird intern überlegt, wie man mit den Argumenten der Hundebesitzer umgeht. Nächster Protestspaziergang ist am Sonntag in Ossenberg.

Die neue Rheinberger Interessengemeinschaft, der überwiegend Hundebesitzer angehören, kämpft weiter für eine Erreichbarkeit des Rheinufers. „Wir sammeln Unterschriften von Unterstützern. Die wollen wir gegen Ende der Sommerferien dem Landrat übergeben“, sagt Sprecher Marco Hofmann. Die Listen liegen in Geschäften, Restaurants und Vereinslokalen aus.

Im Orsoyer Rheinbogen und in anderen Naturschutzgebieten im Kreisgebiet patrouillieren seit kurzem beim Regionalverband Ruhr (RVR) angestellte Ranger. Sie sollen im Auftrag des Kreises Wesel dafür sorgen, dass geltende Regeln eingehalten werden. Dagegen erhob sich Protest von Hundebesitzern. Sie beklagen, dass sie keine Möglichkeit hätten, legal an den Rhein zu kommen (wir berichteten). Die Behörden reagieren zurückhaltend auf die Kritik. Eine RVR-Sprecherin verwies darauf, dass bei einem Treffen der Gegner am Sonntag auch einer der Ranger zugegen gewesen sei und sich den Fragen der Hundebesitzer gestellt habe. Eine Sprecherin der Kreisverwaltung sagte, man werde sich Gedanken machen, ob und wie man sich der Kritik stelle.

Hofmann sagte, er würde sich freuen, wenn sich Bürgermeister Frank Tatzel zu dem Thema äußern würde. Vernetzt sind die Kritiker in der Facebook-Gruppe „Contra Rheinufer Verbot Ossenberg“. Am Sonntag, 4. August, 10.30 Uhr, treffen sich die Hundebesitzer wieder zu einem Protestspaziergang an der Ossenberger Schleuse.

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