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Rheinberg: Kolpingsfamilie Rheinberg beteiligt sich an der Aktion "Mein Schuh tut gut"

Sammlung der Kolpingsfamilie Rheinberg : Wenn alte Treter neue Wege gehen

Bei der Kolpingsfamilie Rheinberg im Pfarrheim St. Peter wurden am Samstag fast 1000 Paar Schuhe abgegeben. „Mein Schuh tut gut“ heißt die Aktion.

„Diese Schuhe glänzen ja wie neu“, staunt Georg Welp von der Rheinberger Kolpingsfamilie und packt ein Paar Sommerschuhe zu anderen in einen großen Karton. Zum sechsten Mal nehmen die Rheinberger an der Aktion „Mein Schuh tut gut“ teil, bei der sie ausrangierte, aber keinesfalls unansehnlich gewordene Treter von Rheinberger Bürgern entgegennehmen.

Oftmals wirken die Schuhe fast noch neuwertig und wurden nur deshalb ausrangiert, weil sie „im Laden nicht so zwickten“. Dass allzu ausgelatschte Exemplare im Pfarrheim St. Peter abgegeben werden, hat Welp ohnehin noch nicht erlebt: „Die Menschen bringen uns keinen Müll, manche putzen die Schuhe sogar noch, bevor sie sie abgeben.“ 500 Paar Schuhe für den guten Zweck einzusammeln lautete die Zielvorgabe. Die wurde bis Samstagmittag weit übertroffen. „Insgesamt haben wir 998 Paar Schuhe bekommen, das ist einfach toll“, freut sich Karina Eichhorn.

Alle Spendenschuhe wurden von den fleißigen Helfern an Ort und Stelle in Dutzende von der „Apotheke 35“ gespendete Kartons verpackt und versandfertig gemacht. Die Bedürftigen weltweit dürfen sich bei den Schuhen über eine breite Angebotspalette freuen. Winterstiefel sind ebenso dabei wie Pantoffel, Sneaker oder High Heels. „Vorhin wurden sogar Fußballschuhe mit Stollen abgegeben“, erklärt Annette Schmidt. Manch ein Spender meint es allerdings zu gut, weiß Karina Eichhorn: „Die orthopädischen Einlagen entfernen wir natürlich.“

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Ab und zu liegen den Spendenbeuteln die passenden Schuhanzieher bei und nicht nur das. „Eine Dame hat sogar die passende Schuhcrème dazu gepackt. Das war praktisch ein Rundum-sorglos-Paket“, lacht Ingrid Berner. Die Schuhe werden durch Kolping-Recycling sortiert. Sommerschuhe gehen dann nach Afrika und Winterstiefel in die kalten Regionen der Welt. Dorthin dürfte es auch ein Paar Stiefel von Christel Borowski verschlagen. „Die sind schon sehr alt, aber noch sehr gut in Schuss. Das Besondere daran: Sie sind aus echtem Seehundfell, das trägt heute kaum noch jemand. Andere Schuhe haben eine zu dicke Sohle, die sind mir zu schwer geworden.“

Mit der Aktion „Mein Schuh tut gut“ wird Händlerfamilien bei der Sicherung ihres Einkommens geholfen. Die Käufer erhalten auf diese Weise gutes und günstiges Schuhwerk. Rund 90 Prozent der gespendeten Schuhe bekommen auf diese Weise einen neuen Besitzer. Schuhe, die in einem weniger guten Zustand sind, werden recycelt, und daraus wertvolle Rohstoffe gewonnen. Der Erlös aus dem Verkauf dieser Rohstoffe geht an Missionsprojekte in aller Welt.

Auch am Mittwoch, 19. Januar, 16 bis 18 Uhr, im Pfarrheim St. Peter, Kirchplatz 8, kann man gebrauchte Schuhe abgeben.

(erko)