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Rheinberg: Kita-Betrieb wieder in vollem Umfang

Kindertagesstätten in Rheinberg : Kita-Betrieb wieder in vollem Umfang

Auch während des Lockdowns sind viele Kinder in Rheinberg betreut worden. In einigen Einrichtungen des katholischen Kita-Verbunds St. Peter waren es mehr als die Hälfte der Jungen und Mädchen.

Die Kindertagesstätten sind nach langer, corona-bedingter Lockdown-Unterbrechung wieder in vollem Umfang geöffnet. Die RP sprach mit Heike Finmans-Göbel darüber, wie der Start gelaufen ist. Die Erzieherin ist seit 2015 als Verbundleiterin in der katholischen Kirchengemeinde St. Peter für fünf katholische Kindergärten zuständig: für die beiden St.-Anna-Kitas am Annaberg, für St. Peter in der Innenstadt, für St. Marien in Budberg und für St. Nikolaus in Orsoy.

Wie war denn der Start?

Heike Finmans-Göbel Gut. In unseren Einrichtungen wurde auch während des Lockdowns gearbeitet. Das ist vielen gar nicht klar, glaube ich. In St. Peter und in St. Marien waren durchgehend etwa 30 Prozent der Kinder da, in den St.-Anna-Einrichtungen und in Orsoy waren es 50 Prozent oder mehr.

Das war die Notbetreuung?

Finmans-Göbel Genau. Es gab den Appell, die Kinder möglichst zu Hause zu lassen. Aber grundsätzlich bestand das Angebot, die Kinder zu schicken. Manche Eltern haben das an zwei, andere an drei oder sogar fünf Tagen in der Woche in Anspruch genommen. Es gibt nicht wenige Eltern, die auf die Betreuung angewiesen sind, weil sie berufstätig sind. Das betrifft nicht nur Alleinerziehende. Wenn beide Elternteile im Homeoffice arbeiten und es auch noch schulpflichtige Kinder gibt, ist das schon ein Akt, alles organisiert zu bekommen. Da ist es nicht immer einfach abzuklären, wer sich um welches Kind kümmert. Natürlich sind Eltern dann froh, wenn eine Betreuung in der Kita möglich ist.

Also kein richtiger Neubeginn?

Finmans-Göbel Doch. Man hat den Kindern angemerkt, wie sehr sie sich gefreut haben, auch die anderen Jungen und Mädchen mal wieder zu sehen. Die sozialen Kontakte kommen ja schon zu kurz in dieser Zeit. Und natürlich haben sich auch die Mitarbeiterinnen über die Kinder gefreut. Da ging einem schon das Herz auf.

Was ist denn anders als sonst?

Finmans-Göbel Es darf nicht gruppenübergreifend gearbeitet werden. Das heißt: Die Kinder einer Gruppe dürfen nur von fest benannten Erzieherinnen betreut werden. Das ist natürlich dann eine Herausforderung, wenn eine Erzieherin mal ausfällt und ersetzt werden muss.

Gab es die ganze Zeit Kontakt zu den Eltern?

Finmans-Göbel Während des Lockdowns wurde der Kontakt zu den Kinder und Familien durch eine wöchentliche Kinder- und Eltenrnpost gehalten.

Müssen Masken getragen werden?

Finmans-Göbel Wegen der erweiterten Hygiene-Anforderungen besteht grundsätzlich eine Maskenpflicht für die Mitarbeiter, sobald sie den Abstand untereinander nicht einhalten können und in jedem Fall im Kontakt mit den Eltern. Wenn unsere Mitarbeiterinnen aber im direkten Kontakt mit den Kindern sind, tragen sie keine Maske. In dem Alter sind Mimik und Gestik für Jungen und Mädchen sehr wichtig. Grundsätzlich möchte ich sagen, dass wir alle sehr froh sind, dass der Betrieb wieder in vollem Umfang läuft, wenn auch eingeschränkt.