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Rheinberg: Kinderhaus nach langer Suche umgetopft

Kindertagesstätte in Rheinberg : Kinderhaus nach langer Suche umgetopft

Die Kindertagesstätte der Evangelischen Kirchengemeinde Rheinberg an der Fossastraße wird ab sofort von der Bethanien-Diakonissen-Stiftung geführt. Der neue Träger hat seinen Sitz in Frankfurt am Main.

Zehn Jahre hatte Udo Otten, Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Rheinberg, nach einem neuen Träger gesucht. Die Kosten für die Einrichtung, die von 75 Kindern zwischen sechs Monaten und sechs Jahren besucht wird, waren der Kirchengemeinde über den Kopf gewachsen (wir berichteten mehrfach). Nachdem der neue Träger gefunden war und die beiden Parteien sich geeinigt hatten, musste der Jugendhilfeausschuss noch zustimmen, was er im Februar einstimmig tat. Die Stiftung bekommt künftig von der Stadt freiwillige Zuschüsse zu den Betriebskosten in vergleichbarer Höhe wie andere Träger von Kindertageseinrichtungen in Rheinberg.

Jetzt fand auf der Kulturbühne hinter der Kirche die offizielle Übergabe in Form eines Kindergottesdienstes statt. Uwe Michael Junga, Kaufmännischer Vorstand der Bethanien-Diakonissen-Stiftung, war dazu extra aus Frankfurt, wo die Stiftung ihren Sitz hat, angereist. „Der Kontakt zu der Stiftung kam im November 2019 zustande“, so Pfarrer Udo Otten, nachdem eine Kollegin aus der Landeskirche auf die Stiftung hingewiesen hatte. Danach sei alles sehr schnell gegangen. Vom ersten Telefonat an habe alles gestimmt. „Für mich ist das nach der zehnjährigen Suche schon ein kleines Wunder“, so Otten. Denn nicht nur die Chemie stimme, sondern auch die Konzeption sowie die übereinstimmenden christlichen Werte. Die Bethanien Diakonissen-Stiftung ist ein diakonischer Träger, der deutschlandweit in der stationären Kranken-, Suchtkranken- und Altenhilfe tätig ist und sich in der „Sternenkinderarbeit“ engagiert: in der Beratung und Begleitung von Familien, in denen ein Kind vor, bei oder kurz nach der Geburt gestorben ist. Pastor Otten: „Die Stiftung bringt vor allem große Erfahrung in der Kinder- und Jugendhilfe ein. Eine weitere gemeinsame Schnittstelle war die einheitliche Tarifstruktur. Das sei ein riesiger Vorteil, so Otten. Denn andernfalls wäre der Übergang wesentlich komplexer gewesen. Für die Mitarbeiter ändere sich deshalb hinsichtlich der Gehälter gar nichts.

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Die Übergabe wurde symbolisch mit dem Umtopfen eines Olivenbaums gefeiert. Acht Kindergartenkinder hievten den zirka zwei Meter großen Baum aus dem Topf, der das Banner der Evangelischen Kirchengemeinde Rheinberg trug, in einen Topf, der das Banner der Bethanien-Diakonissen-Stiftung trug. Otten stellte nochmals heraus, dass es dem christlichen Glauben entspräche, sich Hilfe ins Boot zu holen, wenn diese erforderlich sei. Denn wichtig sei, dass das Ziel erreicht werde. Und das sei das Wohl der Kinder. Stiftungs-Vorstand Uwe Michael Junga bestätigte dies und unterstrich, dass hier alle Parteien gewonnen hätten. Bettina Stermann, Leiterin des Evangelischen Kinderhauses, bedankte sich. Auch Bürgermeister Frank Tatzel richtete Grußworte an den alten und den neuen Träger und freute sich, dass der Fortbestand des Kinderhauses gesichert sei.