Rheinberg: Keine Zustimmung für Alternativen zu Vierbaumer Kita

Betreuungsplätze in Rheinberg : Eltern halten an Vierbaumer Kita fest

Alternativen für Betreuungsplätze im Süden Rheinbergs finden keine Zustimmung.

Die Stadt Rheinberg lud zur Versammlung in den Schwarzen Adler ein, um mit Eltern und Anwohnern über die Kindergartensituation in Rheinbergs Süden zu diskutieren. Um ein Stimmungsbild der Eltern und Anwohner zu bekommen, wie Sozialdezernentin Rosemarie Kaltenbach zu Beginn erklärte. Dabei geht es in der aktuellen Kindergartensituation um einen Fehlbedarf von 67 Plätzen für Kinder unter drei Jahren. 35 Plätze fehlen für Kinder über drei Jahre. Zur Diskussion stand die Gebäudenutzung, insbesondere die des Kindergartens in Vierbaum, der von Kindern aus fünf Stadtteilen besucht wird.

Eine Petition zum Standorterhalt war der Info-Veranstaltung vorausgegangen. Attraktiv ist die Einrichtung an der Langackerstraße deshalb, weil zum ehemaligen Schulgebäude ein 2500 Quadratmeter großes Außengelände und ein 500 Quadratmeter großes Waldstück gehören. Kaltenbach stellte fest, dass keine der vorgestellten Optionen die Zustimmung der Anwesenden fand. Die städtische Einrichtung in Vierbaum wurde in Vor- und Nachteilen vorgestellt. Pluspunkte sammelte der Standort mit seinem großen Gelände, das ideal für die pädagogische Arbeit sei. Als nachteilig wurde die Erreichbarkeit nur mit dem Pkw genannt sowie die 18-monatige Bauzeit und somit der Wegfall des Außengeländes. Negativ gelistet wurden ebenfalls die kostenintensiven Begleitmaßnahmen. Auch die Zukunftsfähigkeit des Standortes stand auf dem Prüfstand.

Kritisiert wurde von den Anwesenden die Negativliste, die von vornherein dem Standort Langackerstraße wenig Chancen einräume. Für deutliche Worte sorgte Sonja Helmich, Fachbereichsleiterin Stadtplanung, Bauordnung und Umwelt. „Ein Erweiterungsbau wird am Standort Vierbaum nicht gefördert.“ Ebenfalls sei die Kita an der Langackerstraße kein integrierter Standort, sprich Bestandteil eines Wohnviertels und werde von der Regionalplanung wie der städtebaulichen Planung „nachrangig favorisiert“, so ihre Ausführung. Dazu betonten Helmich wie Kaltenbach, dass die jeweiligen Entscheidungen bei der Politik und den jeweiligen Ausschüssen lägen.

Gleichzeitig gab Kaltenbach zu bedenken, dass die Kindergärten in Vierbaum und in Orsoy in der Bausubstanz in die Jahre gekommen seien und den neuen Anforderungen von pädagogischer Arbeit nicht mehr genügten. „Wir müssen einem Qualitätsstandard nachkommen und brauchen Differenzierungsräume“, so Kaltenbach.

Ihr schwebt daher eine zentrale Einrichtung am Orsoyerberg vor. Dass die Eltern völlig anderer Meinung sind, erlebte sie in Vierbaum. Bei den verbleibenden Optionen richtete sich der Blick auf ein Grundstück am Plankweg, der andere in Richtung Clevische Straße. Für diesen Standort mit Neubau für sechs Gruppen müsste die Stadt Fläche von Anwohnern zukaufen, um beispielsweise die Feuerwehrzufahrt zu sichern. Bisher seien jedoch keine Kaufangebote bei der Stadt eingegangen, so Kaltenbach.

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