Rheinberg Kapelle Eversael Verkauf

Rheinberg : Gemeinde gibt Kapelle in Eversael auf

Für St. Hermann-Josef an der Grafschafter Straße wird nun ein anderer Zweck gesucht.

Bereits seit April 2017 sind in der Eversaeler St.-Hermann-Josef-Kapelle keine Gottesdienste mehr gefeiert worden. Bis dahin hatten dort Duisburger Patres jeden Samstag um 15.30 Uhr mit einer kleinen Gemeinde die Messe gefeiert. Doch seit die Geistlichen dieses Angebot aus Gesundheits- und Altersgründen nicht mehr aufrechterhalten konnten, war die Kapelle aus den 1960er und 1970er Jahren verwaist. Eine neue Nutzung hatte sich nicht gefunden. Deshalb haben Pfarrbeirat und Kirchenvorstand beschlossen, die Kapelle aufzugeben.

Als bekannt wurde, dass die Kirchengemeinde die Kapelle und das Grundstück abgeben möchte, landeten umgehend ein paar E-Mails mit entsprechenden Anfragen im Postfach von Pfarrer Martin Ahls. „Interessenten bekundeten ihr Interesse an einer Nachnutzung“, zeigte sich der Pfarrer von St. Peter Rheinberg überrascht auf die prompte Resonanz.

Doch die Pläne seien noch nicht soweit gediehen, als dass man mit Interessenten oder potenziellen Investoren ins Gespräch eintreten könne, betonte Ahls. Erst vor kurzem sei die rund 200 Quadratmeter große Kapelle profaniert, also entweiht worden, um sie wieder einer weltlichen Nutzung zuführen zu können. Nun müssen die liturgischen Gegenstände wie Gewänder, Kreuzweg und Bänke aus dem Kirchenraum entfernt werden. „Das soll bis spätestens Ostern geschehen“, versichert Pfarrer Ahls. Außerdem wolle die Kirchengemeinde das rund 1500 Quadratmeter große Grundstück sowie das Gotteshaus mit einer Fläche von etwa 250 Quadratmetern nicht verkaufen, sondern im Erbbaurecht vergeben. Die Vertragsdauer beträgt in der Regel 99 Jahre. „Wir würden uns freuen, wenn die Kapelle zukünftig neu genutzt würde“, betont Ahls. Ob beispielsweise als Ausstellungsraum, Atelier oder Lagerhalle. Doch auch einem schlüssigen Konzept, das einen Abriss vorsieht, stehe man offen gegenüber. Was in welcher Form auf dem Areal neu errichtet werden könne, sei bislang völlig offen. Denn noch sei man nicht in die aktive Vermarktung gegangen. „Das wird auch in diesem Jahr nicht mehr geschehen“, so Heiner Berg vom Verwaltungsausschuss der Pfarrei.

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