Rheinberg: Kaiserschießen in Budberg

40 Jahre Budberger Bürgerschützen : Ein Kaiser zum runden Geburtstag

Der Bürgerschützenverein möchte sein 40-jähriges Bestehen mit dem ganzen Dorf feiern. Auf den Vogel darf bis zum Finale jeder schießen. Dann sind die ehemaligen Könige an der Reihe. Auch für Kinder gibt’s ein schönes Programm.

Der mit Abstand jüngste Schützenverein im Rheinberger Stadtgebiet feiert runden Geburtstag: Der Bürgerschützenverein Budberg besteht seit 40 Jahren. Aus diesem Grunde findet heute am Samstag ein Kaiserschießen statt.

Gegründet wurde der BSV im November 1979 von 24 traditionsbewussten und Schießsport begeisterten Budbergern. Ihr Ziel war es, das Dorfleben zu bereichern und das Schützenwesen in Budberg zu etablieren. Geschossen wurde zunächst in der Vereinsgaststätte „Zur alten Mühle“, die aber nach Umbauarbeiten und anderweitigen Nutzungen nicht mehr zur Verfügung stand. So wurde der Schießbetrieb 1999 ins Nachbardorf ausgelagert, nach Eversael. In Budberg reifte bald der Entschluss, eine eigene Schützenhalle im Ort zu bauen. Zum 25-jährigen Vereinsbestehen 2004 wurde die Halle an der Rheinkamper Straße eingeweiht. Viele Stunden ehrenamtlichen Einsatzes, großzügige Spenden und ein Zuschuss des Landes Nordrhein-Westfalen machten’s letztlich möglich.

Und wo geschossen wird, da wird auch gerne gefeiert. Das erste Schützen­fest fand bereits zwei Jahre nach der Vereinsgründung statt. Der erste Budberger Schützenkönig war Rudi Rausch; seine Königin Ehefrau Marianne.

Ein weiterer Höhepunkt des noch jungen Vereins war das Jubiläum zum 25-jährigen Bestehen im August 2004. Zahlreiche Vereine aus der näheren und weiteren Umgebung, Musikkapellen und Reitergruppen bildeten den imposanten Rahmen für dieses Ereignis.

Neben den Schießveranstaltungen hat sich der Budberger Schützenverein besonders in den letzten Jahren für das Dorfleben stark gemacht. Ob Schützenzug oder Grenadiere – der Verein organisiert jährlich ein Wintergrillen und das Osterfeuer für alle Budberger. Gemeinsam mit der katholischen Pfarrgemeinde wird der 1. Mai auf dem Marienplatz gestaltet – besonders bei den Kindern sehr beliebt. Der BSV beteiligt sich auch an der Organisation des Volkstrauertags. Mit nun 40 Jahren ist der Verein jung geblieben. Der Grenadierzug ist attraktiv für die Jungschützen, und neue Veranstaltungsformate sollen den BSV auch über den Schießsport hinaus bekannt machen. Zu den Sommerfesten, Planwagenfahrten und zu dem zwei Mal jährlich stattfindenden Skat-Turnier sind jeweils alle Bürger eingeladen.

Wer sich selbst ein Bild vom Verein, vom Vereinsleben und der Gemeinschaft machen will, ist eingeladen, sich an den Veranstaltungen zum 40. Geburtstag zu beteiligen. Das Kaiserschießen am Samstag, 10. August, ist offen für alle Interessierten. Darüber hinaus trifft sich die Schießsportabteilung jeweils donnerstags beziehungsweise am letzten Freitag im Monat ab 19 Uhr in der Schützenhalle. Dort kann man testen, wer die besten Nerven und die ruhigste Hand hat. Musik, Klönen und ein kühles Bier runden die Schießabende ab.

Am Samstag, 24. August, wird dann der neue Kaiser auf einer großen Schützenparty angemessen gekürt. Zu diesem Anlass wird der Verein auch vier Gründungsmitglieder für ihre 40-jährige Treue zum Verein ehren: Hannelore Machoczek, Hermann Bresser, Erhard Machoczek und Fritz Schepers.

Beim Kaiserschießen dürfen alle volljährigen Besucher ihre Zielsicherheit testen. „Wir wollen das Kaiserschießen zu einem Event für das ganze Dorf machen und laden daher alle Budberger ein, auf Flügel, Zepter, Reichsapfel und Kopf zu schießen“, sagt Achim Lorenz, der erste Vorsitzende des BSV, und hofft auf eine rege Beteiligung. Die Kaiserwürde bleibt am Ende allerdings den ehemaligen Königinnen und Königen vorbehalten.

Während die Schützen auf den Holzvogel zielen, macht für die kleinen Besucher das Spielmobil Halt und eine Hüpfburg lädt zum Toben ein.

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