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Rheinberg: KAG Ossenberg sagt alle Veranstaltungen in der Session 2020/2021 ab

Corona-Pandemie : KAG Ossenberg sagt alle Sitzungen und den Umzug ab

Wegen der Corona-Pandemie wird es in der Session 2020/2021 keine Karnevalsveranstaltungen der KAG Ossenberg geben. „Es ist ohne Zweifel eine harte Entscheidung, aber die Gesundheit hat absolute Priorität“, erklärte der Verein.

Der Karneval Ausschuss Gemütlich (KAG) Ossenberg hat alle Veranstaltungen in der Session 2020/2021 abgesagt. Der Grund ist die Corona-Pandemie. Damit gebe es kein Sommerfest, kein Prinzentreffen, keine Damensitzung und keine Kindersitzung, teilte der Vorstand des KAG Ossenberg am Sonntag mit. „Auch die Büttensitzung und der Ossenberger Tulpensonntagszug müssen im kommenden Jahr leider ausfallen.“ Der Vorstand habe sich diese Entscheidung nicht leicht gemacht, sagte Andreas Hupe, Präsident des KAG Ossenberg. Mit befreundeten Karnevalsvereinen, Sponsoren und Zeltwirt Johannes Lembrock sei gesprochen worden, auch mit Herzogin von Urach als Gastgeberin des Prinzentreffens. „Bei allen Überlegungen stand das nicht kalkulierbare gesundheitliche Risiko für die Mitglieder des KAG und die Besucher der Karnevalsveranstaltungen im Vordergrund“, erklärte Hupe. „Es ist ohne Zweifel eine harte Entscheidung, aber die Gesundheit hat absolute Priorität.“ Es müsse alles getan werden, damit Ossenberg nicht zu einem weiteren Hotspot der Pandemie wird. Der Vorstand bitte um Verständnis für die Absagen und darum, „dem Verein in dieser schwierigen Zeit treu zu bleiben“, sagte Hupe. „In der Session 2021/2022 wird hoffentlich wieder gemeinsam ausgelassen und mit Freude auch in Ossenberg Karneval gefeiert.“

Landesweit wird seit Wochen über eine Absage der Karnevalsveranstaltungen in dieser Session debattiert. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) will darüber gemeinsam mit den Karnevalsvereinen entscheiden. „Ich will es im Konsens machen“, sagte Laschet am Samstagabend im WDR-Fernsehen. Er denke, „dass wir in zwei, drei Wochen Klarheit haben“. Am Ende werde es „eine klare Ansage des Landes geben“. Nur eine begrenzte Zahl von Feiernden zu den Karnevalssitzungen zuzulassen, sei keine Lösung. Dann könnten die Vereine die Kosten nicht mehr tragen.