1. NRW
  2. Städte
  3. Rheinberg

Rheinberg: Jetzt beginnt Phase 4 der City-Sanierung

Integriertes Handlungskonzept für Rheinberg : Bagger rücken in Rheinbergs City vor

Die Bäume an der Alten Poststege sind gefällt, ab April werden in der Gelderstraße Gas- und Wasserleitungen verlegt.

Verantwortliche der Stadt Rheinberg, des Energieversorgers Enni und des Kommunalen Wasserwerks (KWW) haben am Donnerstag die nächsten Schritte der Innenstadtsanierung vorgestellt. Es handele sich dabei um den sensibelsten Bereich des zum Teil schon abgeschlossenen Umbaus der City, da jetzt die Fußgängerzone (Gelderstraße) betroffen sei, sagte Bürgermeister Frank Tatzel, der hinzufügte: „Wir haben mit unseren Partnern versucht, alles so abzustimmen, dass die Interessen aller berücksichtigt sind.“

So sei man nicht nur mit Einzelhändlern und Anwohnern, sondern auch mit der Werbegemeinschaft in gutem Kontakt. Tatzel: „Es geht erst nach dem 29. März los. An dem Tag feiert die Werbegemeinschaft ihr Frühlingsfest. Und von August bis Dezember gibt es auf der Gelderstraße mit Rücksicht auf die Außengastronomie im Sommer und das Weihnachtsgeschäft keine Bautätigkeit.“

Sie stellten die Pläne vor (v.l.): Robert Braun, Thomas Bajorat, Peter Wiatr, Dieter Paus und Frank Tatzel (alle Stadt Rheinberg), Georg Tigler und Marcel Stenger (KWW) sowie Amir Duric und Jörn Rademacher (Enni). Foto: Fischer, Armin ( arfi )

Dieter Paus, Technischer Beigeordneter der Stadt, sprach davon, dass die nun beginnende vierte Maßnahme nach dem Großen Markt, dem Vorplatz der St.-Peter-Kirche und Holz- und Fischmarkt die größte sei. „Und mit der Fußgängerzone ist es die sensibelste“, so der Chef-Techniker im Stadthaus.

Den ersten Aufschlag hat die Stadt am Donnerstagmorgen gemacht. Da heulten die Motorsägen, als rund um den Parkplatz Alte Poststege sieben Bäume gefällt wurden. Das musste bis zum 28. Februar erledigt sein. Die Baufirmen Loock und Stradmans beginnen im Auftrag der Stadt erst Mitte April damit, den Parkplatz umzugestalten. Paus: „Im Anschluss ist bis Ende des Jahres die Kamper Straße zwischen Gelderstraße und Underbergturm/Einmündung Underbergstraße an der Reihe, bevor dann im Januar 2021 die Gelderstraße folgt.“

Dass die Beguinenstraße als letzter Bauabschnitt geplant ist, liegt am Lager für die Baumaterialien. Das wird seinen Platz bekommen, wo ehemals das Café Püttmann stand. Die Baumaschinen rollen dann über die Beguinenstraße zu ihren Einsatzorten. Wäre die Beguinenstraße früher dran, würde man alles wieder kaputtfahren. Ob die Beguinenstraße nur bis zur Einmündung Am St.-Barbara-Garten oder komplett bis zum Innenwall (inklusive Kanal) erneuert wird, steht noch nicht fest. Dieter Paus sagte, man überlege bei der Bezirksregierung eine Erweiterung des Sanierungsgebietes zu erwirken. Richtig sei die Entscheidung gewesen, die Abwasserkanäle in der Gelderstraße schon 2019 zu erneuern. „In einem Schritt wäre das alles gar nicht möglich gewesen“, sagte Paus.

Ende März, Anfang April nehmen zunächst Enni und Wasserwerk die Arbeiten in der Fußgängerzone auf. „Im ersten Abschnitt vom Holzmarkt bis zur Kamper Straße, im zweiten Abschnitt von der Kamper Straße bis zum Innenwall“, wie Enni-Bauleiter Amir Duric ausführte. Das beauftragte Bauunternehmen Schubert kalkuliert für jeden Bauabschnitt zehn Wochen, hinzu kommen fünf Wochen für die Beguinenstraße. Während Enni neue Gasleitungen verlegt, ersetzt das KWW Trinkwasserrohre. „Allerdings nur zwischen Holzmarkt und Kamper Straße“, so KWW-Geschäftsführer Georg Tigler. „Dort sind die Leitungen 80, 90 Jahre alt. Im hinteren Bereich sind sie erst in den 2000er Jahren ausgewechselt worden, die halten noch ein paar Jahrzehnte.“ Geplant ist, die Fußgängerzone mittig aufzureißen, so dass die Zugänge zu Wohnungen und Geschäften erreichbar bleiben.

Die Kosten für die gesamte Maßnahme liegen städtischerseits bei 1,58 Millionen Euro, wovon 65 Prozent aus Städtebaumitteln des Landes und des Bundes erstattet werden. Enni investiert 171.000 Euro, das Kommunale Wasserwerk rund 60.000 Euro.

Folgende Ansprechpartner geben gerne Auskunft: Bei der Stadt Peter Wiatr (Tel. 02843 171-314, peter.wiatr@rheinberg.de), beim KWW Marcel Stenger (Tel. 02843 9089815, marcel.stenger@kww.nrw), bei Enni Amir Duric (Telefon 02841 104-337, aduric@enni.de oder die Baustellen-Hotline 02841 104-600)