1. NRW
  2. Städte
  3. Rheinberg

Rheinberg: In der Begegnungsstätte ist die Herbstferienaktion zu Ende gegangen

Rheinberg : Wo Integration wie von Zauberhand gelingt

In der Begegnungsstätte Reichelsiedlung ist die 20. Herbstferien-Aktion mit 80 Kindern heiter zu Ende gegangen.

Aufgeregtes Gewusel vor und hinter der Bühne, stolze Eltern, die mit Handys den Auftritt ihrer Kinder filmen, leckeres Essen aus aller Welt und heitere Stimmung zum Abschluss der 20. Herbstferien-Aktion in der Begegnungsstätte Reichelsiedlung. Eine Woche lang hatte das Team um Bernard Bauguitte, Birgit Kraemer und Birgit Hoffjan, Koordinatorin der Begegnungsstätte, 80 Kinder in vier Theatergruppen betreut, eine Bühne gebaut und eine Mini-Playback-Show einstudiert.

Vor der Show sahen die Besucher die eineinhalbstündige Theater-Vorführung „Völlig verzaubert – 20 Jahre im Zauberbann der Begegnungsstätte“, angelehnt an „Harry Potter und der Stein der Weisen“. Dabei wurden Szenen der Potter-Geschichte - von dem ersten Zusammentreffen des Jungzauberers bis zur Rettung der Welt im Mittelpunkt - dargestellt. Es wurden mit Flöten zweiköpfige Hunde vertrieben, mit Besen geflogen und Zauberstäbe geschwungen.

Passend zum Thema hatten die Mini-Redakteure Ceren, Alex, Mina und Leo eine eigene Ausgabe des „Tagespropheten“ mit Verweis aufs Jubiläum erstellt. „So funktioniert Integration“, dankte Beigeordnete Rosemarie Kaltenbach   Kindern und Verantwortlichen für ihr besonderes Engagement. Vor allem „der Spaß der Kinder“, dass es keine Norm oder Perfektionismus gibt, „sie sich frei entfalten“ können, freute Mutter Jennifer Haferdorn, deren neunjähriger Sohn Dustin mitwirkte. „Das ist toll, vor allem in einer Zeit, in der Toleranz nicht mehr so groß geschrieben wird.“

Die Woche sei der Beleg dafür, wie man „mit wenig Material und wenig Geld was schaffen kann“, unterstrich Birgit Hoffjan. Man habe in Zeiten begonnen, als Europa seine eigene Währung bekam, erzählte Bauguitte, der von Anfang an die Herbstferien-Aktion mitverantwortet, sagte dass insgesamt in all den Jahren an die 1600 Kinder beteiligt gewesen. „Und aus vielen Kindern sind selbst Betreuer geworden.“ Man habe viele FantasieReisen unternommen – ins Mittelalter, zu den Sternen oder auch durch die Wüste und den Dschungel. „Es ging immer darum, die Welt auf den Kopf zu stellen“, so Bauguitte.