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Rheinberg: In Borth gibt es erste Meerschweinchen-Ausstellung

Meerschweinchen-Ausstellung in Borth : Schweinchen zum Schmusen

Zum ersten Mal findet in Borth eine Meerschweinchen-Ausstellung mit rund 250 der kleinen Nager statt. Züchterin Silvana Wenda erklärt schon vorab, was bei der Haltung zu beachten ist.

Silvana Wenda, Züchterin aus Borth, ist voller Vorfreude. Denn am Sonntag, 23. Februar, findet im Pfarrheim St. Evermarus, an der Pastor-Wilden- Straße 4 eine Meerschweinchen-Ausstellung statt. Von 10 bis 16 Uhr sind dort etwa 250 Meerschweinchen von 30 bis 35 Züchtern zu sehen. Die Züchterin, die selbst rund 80 der kleinen Nager ihr Eigen nennt, engagiert sich als Mitorganisatorin der Ausstellung.

„Es werden mindestens elf verschiedene Rassen wie Glatthaar, Glatthaar mit Krone, Alpaka oder Peruaner vertreten sein“, sagt Wenda, die sich in der veranstaltenden Interessengemeinschaft (IG) Meerschweinchenfreunde Bocholt engagiert. „Wir haben dieses Event schon 19 Mal überwiegend in Recklinghausen und Bocholt veranstaltet“, so die Züchterin. Nun findet sie zum ersten Mal in Borth statt.

Meerschweinchen seien soziale Tiere, betont Wenda. „Das bedeutet, dass man nicht ein einzelnes Tier halten sollte. Außerdem sind Meerschweinchen Beobachtungstiere, da sie nicht so gerne aus dem Käfig herausgenommen werden“, erklärt die Borther Züchterin weiter. Auf der Messe werden Meerschweinchen nicht nur ausgestellt, sondern auch auf sogenannten Richtertischen bewertet. Wer eines der ursprünglich aus Peru stammenden Nagetiere hat, kann es mitbringen und bewerten lassen.

Silvana Wenda hat schon einige Preise für ihre Meerschweinchen-Züchtungen bekommen. Foto: IGM

Zu den Bewertungskriterien gehören das Benehmen des Tieres auf dem Tisch, die Pflege und das Aussehen des Meerschweinchens. Zur Pflege gehört auch das Schneiden der Krallen, das für drei Euro auf der Messe erledigt werden kann. Der Gewinner bekommt einen Pokal und die Erst- bis Drittplatzierten erhalten jeweils eine Geschenktüte. Die Züchter stehen bei Fragen gerne zur Verfügung. In den vergangenen Jahren seien die Tiere immer beliebter geworden, versichert Wenda. Dadurch sei auch das Interesse an der Haltung gewachsen. So bauen beispielsweise viele Halter die Meerschweinchen-Gehege selbst. Auch bei der Ausstellung wird ein Gehegebauer anwesend sein. Individuelle Gestaltungen werden beliebter, um das Gehege ins Wohnzimmer integrieren zu können. In diesem Zusammenhang erwähnt die Züchterin, dass eine Mindestgröße von eineinhalb Quadratmetern und einer Länge von 1,60 Meter für drei Tiere empfehlenswert sei.

Die Gehege können mit verschiedenen Kuschel-Utensilien, die man am 23. Februar im Pfarrzentrum auch kaufen kann, ausgestattet werden. Darunter versteht man etwa Holzgestelle, die mit den dazugehörigen Kuschelmatten eine Art Hängematte ergeben. Darüber hinaus gibt es Höhlen und Röhren. Wer kein Stroh verwenden möchte, kann auf Fleece zurückgreifen, um den Käfig auszulegen.

Möchte man sich ein Meerschweinchen zulegen, sollte man nicht nur einen passenden Käfig bereitstehen haben, sondern auch auf die Seriosität des Verkäufers achten. Sogenannte Vermehrer hätten weder Ahnung von Genetik noch achteten sie auf Reinrassigkeit, betont Wenda.

www.ig-meerschweinchen.de