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Rheinberg: Immer noch zu wenig Kita-Plätze

Unsere Woche : Immer noch zu wenige Kita-Plätze

In Rheinberg wächst vor allem die Nachfrage nach Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren. Die Planungen für weitere Neu- und Anbauten laufen.

Kinder sind die beste Investition in die Zukunft, sagt man. Dem dürfte auch in Rheinberg niemand widersprechen. Auch dort ist man bemüht, gute Voraussetzungen für die Kinder zu schaffen: Kindertagesstätten, Schulen, Spielplätze, alle diese Bereiche haben Verwaltung und Politik wohlwollend im Blick. 

In dieser Woche standen die Kitas im Mittelpunkt der Betrachtung. Ganz besonders die DRK-Einrichtung Wolkenblick in Ossenberg, die wegen Personalnot vorübergehend schließen musste. An diesem Beispiel lassen sich zwei Probleme ablesen. Zum einen die Folgen von Corona. Im Wolkenblick gab es zwar keinen einzigen Corona-Fall; die Mitarbeiterinnen fehlten, weil es Kündigungen, Krankheitsfälle und Schwangerschaften gibt. Aber die zeitweilige Schließung hat dennoch mit Corona zu tun. Denn Mitarbeiterinnen in anderen DRK-Einrichtungen, die in Ossenberg hätten einspringen können, sind wegen Corona- und Quarantäne-Fällen nicht abkömmlich.

Rund um die Wolkenblick-Schließung wurde zudem der Fachkräftemangel deutlich. Es gibt viel zu wenige Erzieherinnen und Erzieher. Und das liegt offenbar auch an der nicht gerade üppigen Refinanzierung der Gehälter durch das Land. Kein lokales Thema also.

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Rheinberg hat in Sachen Kita viel getan oder ist dabei, etwas zu tun. An der Akazienstraße ist eine neue Einrichtung eröffnet worden, die Planung für einen Neubau an der Schützenstraße läuft, in Budberg soll St. Marien vergrößert werden und in Orsoy gibt es immerhin schon einen Standort für eine neue Kita. Aber: Das reicht nicht. Es fehlen vor allem Plätze für Kinder unter drei Jahren. Für diese Altersgruppe ist der Bedarf in den vergangenen zehn Jahren um rund 100 Kinder gestiegen: von 69 auf 168 Kinder. Es gibt also noch viel zu tun. Die Stadt darf jetzt keine Zeit verlieren. 

Uwe
   Plien

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