Rheinberg: Im Stadtsportverband muss Neuanfang her

Kommentar zum Stadtsportverband in Rheinberg : Ein Neuanfang muss her

Stadtsportverband, Clubs, Politik und Verwaltung ziehen nicht an einem Strang. Doch wie soll man auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten, wenn das Vertrauen fehlt?

Nicht erst die aktuelle Diskussion um die Zukunft der Rheinberger Sportplätze zeigt, wie sensibel das Thema ist. Der Stadtsportverband (SSV) soll die Interessen der Vereine vertreten. So ist es in der Satzung festgeschrieben. Doch die meisten Mitglieder der Clubs sehen den SSV eher als Gegner, der ihnen was wegnehmen möchte. Und das ist nicht erst seit heute oder gestern so. Das Misstrauen ist schon lange da. Und da liegt das Grundproblem. Wie soll man auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten, wenn das Vertrauen fehlt?

Wie tief die Gräben sind, offenbarte die Sportausschuss-Sitzung Ende September. Es wurde über- und gegeneinander, nicht miteinander gesprochen. Die Sache, um die es eigentlich ging, rückte in den Hintergrund. SSV-Vorstand, Politik und Verwaltung ziehen nicht an einem Strang. So kann’s nicht funktionieren, der Pakt für den Sport droht zu scheitern.

Es wird ohnehin noch ein langer Weg sein, bis ein Konsens gefunden ist. Dass es im SSV-Vorstand heftig gerummst hat, wirft das Projekt zurück. Es muss ein Neuanfang her, eine vertrauliche Zusammenarbeit scheint nicht mehr möglich. Der Vorstand sollte zurücktreten. So oder so ist Lobbyarbeit an der Basis dringend zu empfehlen. Stadt, Vereinsvertreter und Politiker müssen sich zusammensetzen, um grundlegende Dinge zu klären. Vor allem beim Umgang miteinander scheint Nachholbedarf zu bestehen.

Ängste und Sorgen der Vereinsmitglieder müssen ernst genommen werden. Aber auch die Fußballer sollten einsehen, dass sie sich auf infrastrukturelle Veränderungen einstellen müssen. Nur gemeinsam lässt sich eine Lösung finden, mit der alle leben können.