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Rheinberg: Im Jugendzentrum Zuff geht ein neues Jugendtheater an den Start

Neues Theaterprojekt in Rheinberg : Eine Bühne für die Jugend

Im Jugendzentrum Zuff geht eine neue Theatergruppe für Jugendliche an den Start. Ziel ist es, dass die 13- bis 17-jährigen Teilnehmer die Kulturszene in Rheinberg nachhaltig mitgestalten. Projektstart ist am 30. Januar.

Den Alltag vergessen, in eine ganz andere Rolle schlüpfen und dafür noch Applaus vom Publikum bekommen. Teenager, die zwischen 13 und 17 Jahre alt sind und aus Rheinberg oder der Umgebung kommen, dürfen sich diesen Traum demnächst erfüllen. Am Donnerstag, 30. Januar, geht im Jugendzentrum Zuff eine neue Jugendtheatergruppe an den Start. Bei dem Angebot handelt es sich um ein interdisziplinäres Theater mit Fokus auf Musik, Klang, Tanz und Poesie.

Ins Leben gerufen haben das Pilotprojekt Katharina Kern, Sozialpädagogin am Zuff, Renan Cengiz, Vorsitzender des Literaturvereins Kein Verlag, sowie Simon Blaschke, der als Theaterlehrer am Amplonius-Gymnasium die nötige Erfahrung mitbringt. Langfristiges Ziel ist die Etablierung einer Jugendamateurtheatergruppe, die unter fachlicher Anleitung selbstbestimmt arbeitet und auf diese Weise die Kulturszene in Rheinberg nachhaltig mitgestaltet. Bereits mit im Boot ist der Literaturkreis des Amplonius-Gymnasiums, deren Mitglieder im September ein eigenes Stück aufführen werden.

Finanziert wird das Pilotprojekt mit Mitteln der Landesarbeitsgemeinschaft Arbeit, Bildung, Kultur NRW. „Wir haben in unserer Jugend alle von diversen Jugendkulturangeboten profitiert, die uns vorangebracht haben. Jetzt möchten wir der nächsten Generation etwas zurückgeben“, erklärt Cengiz die Intention hinter dem Jugendprojekt.

Für ein erstes Erfolgserlebnis sollen bereits in diesem Sommer zwei Musik- und Tanzaufführungen im Freien sorgen. Als erstes großes Projekt steht eine Eigenproduktion auf dem Wunschzettel der Initiatoren. Die soll nach Möglichkeit das tägliche Leben der Teilnehmer aufgreifen und somit Bezug auf aktuelle Gesellschaftsthemen nehmen. Unter Anleitung eines theater- und musikpädagogischen Dozententeams sollen die Jugendlichen dabei selbst zu Autoren der Stücke, Texte, Tänze und Musik werden.

Was sich nach schwerer Kost anhört, kann durchaus auch einen klassischen Bezug haben, erläutert Sozialpädagogin Kern: „Vorstellbar ist beispielsweise eine Neuaufführung der Shakespeare-Tragödie Romeo und Julia, die sich auf die heutige Zeit bezieht. Die Jugendlichen dürfen und sollen ihre Ideen einfließen lassen.“

Jetzt gilt es, Interessenten für das ambitionierte Projekt zu gewinnen. Um dem Theaternachwuchs und auch den Eltern die Entscheidung möglichst leicht zu machen, mitzumachen, wurde der Einstieg bewusst niederschwellig gehalten. „Es handelt sich um ein komplett offenes Jugendangebot. Es ist keine Anmeldung erforderlich, es gibt keinerlei Verpflichtungen und es werden auch keine Gebühren genommen“, verspricht Kern und ergänzt: „Einfach kommen und Spaß haben lautet die Devise.“