Rheinberg: IGBCE-Ortsgruppe freut sich über Mitgliederinteresse

Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie : IGBCE lockt immer mehr interessierte Rheinberger

Paul Oelinger ist überzeugter Gewerkschafter. „Gewerkschaften leisten nach wie vor wichtige Arbeit für unsere Gesellschaft“, sagt der Orsoyer. Oelinger wird jetzt 58 Jahre alt und ist Bergmann im Ruhestand.

Ehrenamtlich engagiert er sich in der Ortsgruppe Rheinberg der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie (IG BCE); er ist stellvertretender Vorsitzender. Am Sonntag findet die Mitgliederversammlung der Ortsgruppe statt – erstmals im Hotel am Fischmarkt in Rheinberg. Paul Oelinger: „In den vergangenen Jahren haben wir uns im Ossenberger Pepperpot getroffen. Aber dort reichte der Platz nicht mehr. Ab 65 Leuten wird es dort eng, wir haben aber nicht selten 80 oder mehr Teilnehmer.“

850 Mitglieder hat die Rheinberger Gewerkschaftsgruppe. Es waren mal 1000. „Trotz sinkender Mitgliederzahl steigt allerdings das Interesse an unseren Veranstaltungen“, beschreibt Oelinger. „Das hat mit der Altersstruktur zu tun: Viele Mitglieder sind bereits Rentner und haben Zeit, die Angebote wahrzunehmen.“ Der Großteil der Mitglieder war beziehungsweise ist im Steinkohlebergbau, bei Esco in Borth im Salzbergwerk oder in Chemieunternehmen wie Solvay tätig.

Vom ungelernten Arbeiter über Handwerker und Facharbeiter bis hin zum Akademiker ist alles vertreten. Sie alle wissen es zu schätzen, wenn die IG BCE sich einmischt und engagiert. Paul Oelinger: „Neben unserer Mitgliederversammlung richten wir pro Jahr zwei Informationsveranstaltungen zu aktuellen Themen wie Rente oder Gesundheitspolitik und unseren Rentnernachmittag aus. Zudem gibt es einen Familienausflug und die Jubilarfeier.“

„Es lohnt sich, Gewerkschaftsmitglied zu sein“, hebt der stellvertretende Vorsitzende hervor. Eine Rechtsberatung kann in Anspruch genommen werden, es gibt Hilfe bei Pflege, Unfall oder Schwerbehinderung, es besteht eine Freizeit-Unfallversicherung, im Streikfall kann man Unterstützung in Anspruch nehmen, es gibt Hinterbliebenenhilfe und man kann an Bildungsveranstaltungen teilnehmen oder Urlaub in einem Erholungsheim machen.

Wenn es ernsthafte Probleme zwischen einem Beschäftigten und dem Arbeitgeber gibt, hilft allerdings nicht die IGBCE-Ortsgruppe, dann treten die Profis des Bezirks Moers auf den Plan. Oelinger: „Dort haben wir hauptamtliche Gewerkschaftssekretäre.“

Bei der Mitgliederversammlung am Sonntag, 24. März, 11 Uhr, im Hotel am Fischmarkt, wird Ortsgruppen-Vorsitzender Michael Krogoll berichten, ebenso der Kassierer und die Revisoren. Nach getaner Arbeit wartet auf alle Mitglieder ein Mittagessen. Für Paul Oelinger geht die ehrenamtliche Arbeit danach weiter. Der Orsoyer ist schon wieder auf der Suche nach Referenten für kommende Veranstaltungen. „Wir wollen unseren Mitgliedern etwas bieten“, sagt der Gewerkschafter.

Mehr von RP ONLINE