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Rheinberg: Gute Noten für Ganztags-Angebote an weiterführenden Schulen

Ganztags-Angebote in Rheinberg : Gute Noten für die Betreuung an den Schulen

Vertreter von Amplonius-Gymnasium und Europaschule berichteten im Schulausschuss über ihre Ganztags-Arbeit.

 Nachdem beim letzten Mal die Träger der Ganztagsbetreuungen an den Grundschulen über ihre Angebote, ihre Arbeit und ihre Erfahrungen informiert hatten, waren jetzt die städtischen weiterführenden Schulen im Schulausschuss an der Reihe. Für das Amplonius-Gymnasium berichtete Schulleiter Marcus Padtberg, für die Europaschule der Didaktische Leiter Martin Reichert über die Betreuungsangebote.

Das Gymnasium arbeitet ohne gebundenen Ganztag, darauf wies Padtberg in seinen Ausführungen noch einmal extra hin. Das heißt: Die Schüler können, müssen die Angebote am Nachmittag aber nicht wahrnehmen. „Wir bieten viele Arbeitsgemeinschaften an, arbeiten aber anders als die Europaschule“, so der Direktor. „Es läuft gut.“ Ein Grund dafür sei auch, dass der eigene Förderverein Träger der Betreuung sei. Da kümmere man sich hochengagiert um die Kinder. „Allerdings“, so Padtberg, „haben wir nicht die ganz große Menge an Kindern, die die Betreuungsangebote bis 15.45 Uhr nutzen.“ Für die Europaschule zeichnete Reichert ein anderes Bild. Die Schule – ab Sommer ist sie eine Gesamtschule – hat den gebundenen, also verpflichtenden Ganztag. „Bei uns verbringen die Schüler 36 Wochenstunden an der Schule“, berichtete er den Ausschussmitgliedern. „Deshalb muss alles gut organisiert sein.“ Und das sei es auch, wie Reichert erzählte: „Ich durfte unser Ganztagskonzept sogar schon in Berlin vorstellen.“

Für die Betreuung bekommt die Europaschule 20 Prozent mehr Stellen zugewiesen. „Bei uns gibt es eine Riesenfülle an Arbeitsgemeinschaften“, so Reichert. Nähen, Segeln, Hockey, Reiten, zwei mit pädagogisch geschulten Mitarbeitern besetzte Lernstudios für Recherche und Beratung, Bastel- und Bewegungsanleitungen in den Pausen, das alles mit Unterstützung von Kooperationspartnern wie dem TuS 08, einem Reitverein und dem Jugendzentrum Zuff – da müsse jeder Handgriff sitzen. Reichert verwies auf die sogenannte Peergroupeducation (dt.: Multiplikator-Bildung) mit Angeboten wie Streitschlichtung, Schulsanitätsdienst oder Medienscoutarbeit.

Der Ausschuss begrüßte die Arbeit an beiden Schulen und widmete sich noch den Medienscouts, die Wegweiser durch den Dschungel der sozialen Medien seien. Ein wichtiges Thema, urteilte die Politik. Allerdings seien finanzielle Mittel dafür weggebrochen. Friedhelm Kung (SPD) empfahl deshalb: „Dieses Thema sollten wir noch einmal gesondert aufgreifen.“