Rheinberg: Grünen laden zum Themenabend über Barrierefreiheit ein

Inklusion : Themenabend: „Barrierefrei leben und wohnen“

Die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung am gesellschaftlichen Leben ist eine gesetzlich Vorgabe. Die Grünen wollen darüber diskutieren, wie die Stadt dem Ziel näher kommen kann.

Peter Mokros von den Grünen richtet seinen Blick gern auf gesamtgesellschaftliche Probleme wie die Bedrohung des Trinkwassers durch Gülle-Eintrag oder die Folgen von Massentierhaltung. Nun möchte er das Augenmerk auf Anstrengungen richten, die gesellschaftliche Teilhabe der rund 6000 Menschen mit Behinderung, die in der Stadt leben, zu verbessern. Dazu lädt er Menschen mit Handicap, ihre Angehörigen und alle, die sich für das Thema Inklusion im Alltag interessieren, für Freitag, 15. Februar, ein zu einem Themenabend „Barrierfreies Leben und Wohnen“ ins Haus der Generationen. Beginn ist um 18 Uhr.

Mit im Boot sind Monika Echterskämper, Behindertenbeauftragte der Stadt, und Wolfgang Muderbach, der mehr als 40 Jahre Erfahrung im Umgang mit Menschen hat, die nur eingeschränkt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Makros möchte zudem Vertreter des Sozialverbandes VdK, aus dem Stadthaus und von den Wohlfahrtsverbänden einladen, um an dem Abend eine möglichst fundierte Debatte darüber zu führen, wie sich die Stadt Rheinberg zu dem Thema stellt. Schließlich solle in den nächsten drei Jahren gelingen, dass jede Kommune barrierefrei ist.

Da hat vor allem Monika Echterskämper ihre Zweifel. Für die Behindertenbeauftragte ist die Mobilität von Menschen mit körperlichen, geistigen oder seelischen Einschränkungen ein zentrales Anliegen. Daher sehe sie es sehr kritisch, dass auch nach dem aktuellen Umbau von Fisch- und Holzmarkt die zentrale Bushaltestelle eine Hürde für Menschen mit Rollator oder Rollstuhl bleibe.

Schwerpunkt von Wolfgang Mundersbach ist die Forderung nach barrierefreien Wohnungen für einzelne Menschen wie für betreute Wohngruppen. Hier müssten die Verantwortlichen wirksame Impulse setzen, wie’s andernorts bereits geschehe. Peter Mokros sieht hier die Handlungsspielräume der Stadt stark eingeschränkt, nachdem in der Vergangenheit städtisches „Tafelsilber verscherbelt“ worden sei.

Die Initiatoren des Abends halten an ihrem Ziel fest, die Stadt näher an die Aufgabe heranzuführen, gleichberechtigte Teilhabe aller Bürger der Stadt herzustellen, wie es im Grundgesetz verankert sei und auch die UN-Menschenrechtskonvention fordere.

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