1. NRW
  2. Städte
  3. Rheinberg

Rheinberg: Grüne wählen Dietmar Heyde zu ihrem Bürgermeisterkandidaten

Kommunalwahl 2020 : Rheinbergs Grüne wählen Heyde zum Bürgermeisterkandidaten

Dietmar Heyde ist Bürgermeisterkandidat der Rheinberger Grünen. Der 56-Jährige Millinger, der seit 30 Jahren in Rheinberg lebt und seit 2005 kommunalpolitisch aktiv ist, ist am Samstag bei der Mitgliederversammlung des Ortsverbands im Stadthaus einstimmig gewählt worden.

22 der 23 Stimmberechtigten votierten mit Ja, Heyde selbst enthielt sich der Stimme. Er bekam lang anhaltenden Applaus von seinen Parteifreunden. Der Ortsverbandsvorstand überreichte ihm Blumen. Im Vorfeld war viel über eine Kandidatur Heydes spekuliert worden, allerdings hatte er die Frage, ob er sich bewerben werden, stets verneint. Aus parteitaktischen Gründen, wie sich jetzt herausstellte. Es sollte nichts durchsickern. Die Grünen haben nun das Rennen um das Bürgermeisteramt eröffnet.

Die Rheinberger täten gut daran, im September bei der Kommunalwahl grün zu wählen und ihm die Bürgermeisterstimme zu geben, so Heyde. „Es ist höchste Zeit für einen Klimawandel“, hob er hervor. Und das meinte er im doppelten Sinne. Umwelt- und Naturschutz und auch eine Verkehrswende müsse man „schnell, intensiv und mit voller Energie“ angehen. „Meine Kernüberzeugung ist, dass das nur gelingen kann, wenn man die Menschen mitnimmt“, so der seit 30 Jahren verheiratete Vater von drei erwachsenen Kindern.

In Rheinberg sei aber auch ein atmosphärischer Klimawandel erforderlich. „Zwischen Politik und Verwaltung gibt es eher ein Gegen- als ein Miteinander“, so Dietmar Heyde. „Das muss besser werden, und daran möchte ich mitwirken.“ Als Chef der Stadtverwaltung will er ein „nicht hinreichend ausgeprägtes Dienstleistungsverständnis“ verbessern. Die Zusammenarbeit der Fachbereiche untereinander müsse besser laufen, „denn viele Aufgaben sind sektorenübergreifend“. Er sehe allerdings auch die Arbeitsüberlastung und die möglicherweise daraus resultierenden hohen Krankenstände in manchen Bereichen. Heyde: „An einigen Stellen in der Verwaltung ist einfach zu wenig Personal.“ Weil gute Fachkräfte schwer zu bekommen seien, müsse die Nachwuchsarbeit verbessert werden. Heyde geht seine Kandidatur selbstbewusst an: Durch seine Tätigkeit als Geschäftsführer der AIDS-Hilfe Duisburg habe er Erfahrung in Personal- und Finanzfragen und sei „kampferprobt“. Er ziehe hochmotiviert in den Wahlkampf, sagte er: „Ich möchte Bürgermeister werden.“