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Rheinberg: Geundsheitsminister Laumann: „Corona wird uns noch lange begleiten“

Kommunalwahl 2020 : Minister Laumann: „Corona wird uns lange begleiten“

Karl-Josef Laumann, nordrhein-westfälischer Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales und auch CDA-Bundesvorsitzender, sprach im Rheinberger Gymnasium in erster Linie über das Thema Grundrente.

Er sei sehr froh, endlich einmal über ein anderes Thema sprechen zu können als über Corona, gestand der nordrhein-westfälische Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Karl-Josef Laumann, als er am Montagabend mit leichter Verspätung bei seinen Parteifreunden im Forum des Amplonius-Gymnasiums eintraf. Grundrente war das Thema, zu dem die CDA Moers/Rheinberg mit dem Bundesvorsitzenden der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft diskutieren wollte.

Aber natürlich ging es doch erst einmal um die Pandemie und deren Auswirkungen, nachdem der CDA-Vorsitzende Willi Jenk aus Budberg den 63-jährigen Politiker als einen Mann begrüßt hatte, der noch eine Spache spreche, die im politischen Raum selten geworden sei: „Er spricht Tacheles.“ „Das Thema Corona“, so der Gesundheitsminister, „wird uns noch bis weit ins nächste Jahr begleiten.“ Er gab die Gefahr zu bedenken, dass es im Herbst mit den normalen Erkältungen und Grippe-Infektionen losgehe und es dann schwierig werde, zwischen diesen Leiden und Corona zu unterscheiden. Laumann: „Wir testen in NRW pro Woche 200.000 bis 250.000 Leute. Mehr geht nicht. Danach stoßen wir personell an Grenzen. Die Gesundheitsämter arbeiten weit über ihrem Limit.“

Zu den skandalösen Vorfällen bei der Demonstration von Gegnern der Corona-Bestimmungen in Berlin am Wochenende äußerte sich Karl-Josef Laumann auch: „Wir werden in Nordrhein-Westfalen sehr genau darauf achten, dass das, was eingehalten werden muss, auch eingehalten wird. Unsere Ordnungsbehörden werden durchgreifen. Wir brauchen die Solidarität. Es geht nicht, dass viele die Vorgaben beachten und andere meinen, für sie gelte das alles nicht.“

In wirtschaftlicher Hinsicht machte Laumann sehr deutlich, dass ein zweiter Lockdown nicht kommen dürfe. „Das hätte fatale Folgen“, so der Minister. Branchen wie das gesamte Veranstaltungsgeschäft oder Schausteller stünden bereits jetzt vor dem Ruin.

Zum eigentlichen Thema Grundrente gab Laumann eine anschauliche Zusammenfassung der Entstehungsgeschichte. Er sei froh, dass die Handschrift der CDU gut zu erkennen sei. Vor allem Frauen würden von der Grundrente profitieren. Unter der Moderation von Frank Berger, stellvertretender CDA-Vorsitzender Moers/Rheinberg und Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion, äußerten sich vor den etwas mehr als 30 Zuhörern auch die Bürgermeister Frank Tatztel (Rheinberg) und Christoph Fleischhauer (Moers) sowie Landratskandidat Ingo Brohl.