Rheinberg: Genossenschaft Schwarzer Adler hat einen Vorstand und Aufsichtsrat

Initiative „Adler erhalten“ : Adler-Genossen haben einen Vorstand

Der Grundstein für die Übernahme der Kultgaststätte Schwarzer Adler in Vierbaum ist gelegt.

Die Genossenschaft Schwarzer Adler Vierbaum eG kann loslegen. Der Initiativkreis – 13 Frauen und Männer – trafen sich zur Gründungsversammlung am Montagabend im Schankraum der Vierbaumer Gaststätte an der Baerler Straße und arbeiteten zügig, aber ernsthaft die Tagesordnung ab. Es wurde ein aus fünf Mitgliedern bestehender Aufsichtsrat gewählt, der wiederum drei Vorstandsmitglieder bestimmte. Nun gehen die Unterlagen an den Genossenschaftsverband. Der Vorstand stellt einen Antrag auf Eintragung der neuen Genossenschaft und hofft auf zügige Bearbeitung. Vier bis fünf Wochen werden aber voraussichtlich bis zur Genehmigung vergehen. Anschließend muss der Eintrag beim zuständigen Gericht ins Handelsregister erfolgen, dann ist die Adler-Genossenschaft voll handlungsfähig.

Die Genossenschaft will dem jetzigen Eigentümer Ernst Barten das Vierbaumer Kulturlokal abkaufen und den nahtlosen Weiterbetrieb von Gaststätte, Restaurant- und Kulturbetrieb ab dem 1. Januar 2020 sicherstellen. Er will sich zur Ruhe setzen. Über den Kaufpreis sind sich die beiden Parteien bereits einig geworden. Bisher gibt es 290 potenzielle Genossen, die bereit sind, sich mit einer einmaligen Einlage in Höhe von 1000 Euro an der Finanzierung zu beteiligen. Es ist auch möglich, mehrere Anteile zu erstehen. Jeder Genosse hat aber trotzdem nur eine Stimme.

Dem Aufsichtsrat gehören nun Werner Susmann (Vorsitzender), Reinhold Hoemann (stellvertretender Vorsitzender), Anja Middeldorf (Schriftführerin), Christian Reichel (stellvertretender Schriftführer) und Winfried Grundmann an. Das Quintett bestimmten Fritz Wagener (Vorsitzender), Marco Nöchel (Stellvertreter) und Manfred Neuhoff als Vorstände.

Neben den Gründungsformalitäten muss nun vor allem ganz schnell ein Wirt für den Schwarzen Adler gefunden werden. Den will die Genossenschaft selbst einstellen. Quasi als erste Amtshandlung beauftragte der Aufsichtsrat den Vorstand noch am Montagabend, mit Bewerbern beziehungsweise Interessenten zu sprechen und möglichst bald eine Wahl zu treffen. Kandidaten gibt es bereits: drei, eventuell sogar vier an der Zahl, allesamt mit Gastronomie-Erfahrung. Der künftige Wirt muss eine Konzession für den Gaststättenbetrieb beantragen, und auch das braucht eine gewisse Vorlaufzeit. Eile ist also geboten.

Vorbereitet sind nun auch die Beitritts- beziehungsweise Beteiligungserklärungen. Die Vordrucke können in den nächsten Tagen als pdf-Datei von der Homepage www.adler-erhalten.de heruntergeladen werden.

Geplant ist, dass die Kulturinitiative Schwarzer Adler die Organisation der Veranstaltungen zunächst weiterführt. Auch das Küchenpersonal soll in Amt und Würden bleiben. Wichtige Schritte für die Zukunft des Schwarzen Adlers sind also getan.

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