Rheinberger mit Herz Feuerwehr-Duo läuft für die gute Sache

Rheinberg · Die Feuerwehrmänner Jens Gallois und Christoph Hangert wollen von Rheinberg aus in voller Montur zu Fuß nach Essen marschieren. Dafür suchen sie Sponsoren. Der Erlös geht an ein Kinder-Hospiz und eine Tierschutzorganisation.

 Marscheiren für eine gute Sache: Jens Gallois und Christoph Hangert von der Freiwilligen Feuerwehr Rheinberg laufen im September 50 KIlometer von Rheinberg nach Essen.

Marscheiren für eine gute Sache: Jens Gallois und Christoph Hangert von der Freiwilligen Feuerwehr Rheinberg laufen im September 50 KIlometer von Rheinberg nach Essen.

Foto: JGCH

Auch wenn der Spätsommer moderate Temperaturen verspricht, wird das Vorhaben sicher eine äußerst schweißtreibende Angelegenheit: In voller Montur und mit Atemschutzgerät auf dem Rücken wollen die beiden Feuerwehrmänner Jens Gallois und Christoph Hangert am Samstag, 24. September, einen 51 Kilometer langen Fußmarsch von der Wache am Melkweg zur Wache der Freiwilligen Feuerwehr in Essen-Borbeck zurücklegen.

Los geht’s morgens um 8 Uhr. In 14 bis 15 Stunden soll das Ziel in der Ruhrgebietsmetropole erreicht sein. Dabei schnallen die beiden Rheinberger, die bei der Werksfeuerwehr eines Chemie-Unternehmens beschäftigt sind, die insgesamt 15 Kilogramm schwere Ausrüstung nicht aus puren Spaß auf, sondern sie laufen die ganze Strecke für einen guten Zweck. Der Erlös des Sponsorenlaufs soll einer regionalen Tierschutzeinrichtung sowie dem Kinderhospiz in Herne zugute kommen.

 Die beiden Feuerwehrmänner machen es sich nicht gerade einfach, sie laufen unter Atemschutz – aber in Turnschuhen.

Die beiden Feuerwehrmänner machen es sich nicht gerade einfach, sie laufen unter Atemschutz – aber in Turnschuhen.

Foto: JGCH

Die Idee zu dieser Aktion kam Gallois, als er 2021 beim kommerziellen „Mammutmarsch“ die 100-Kilometer-Strecke knacken wollte. Warum Startgeld bezahlen, wenn man mit einem Lauf auch Geld für die gute Sache sammeln kann, dachte sich der 40-Jährige. Den „Mammutmarsch“ hat er wegen wund gelaufener Füße nach 80 Kilometer abbrechen müssen, die Idee vom Sponsorenlauf hingegen ging ihm nicht mehr aus dem Kopf.

In Christoph Hangert hatte er schnell einen begeisterten Mitstreiter gefunden, der sagt: „Klar, ich mache mit.“ Einziges Zugeständnis an die schmerzhafte Lauf-Erfahrung von Jens Gallois: Beide verzichten auf die zur Feuerwehrausstattung gehörenden Stiefel, sondern machen sich in gut eingelaufenen Turnschuhen auf den langen Weg.

Die Planungen für das Projekt haben Gallois und Hangert schon angeschoben. Auch wenn sie diesbezüglich zunächst ziemlich blauäugig gewesen seien, gibt Gallois zu. Einfach loslaufen? Geht nicht. Der Sponsorenlauf will bei allen Städten angemeldet werden, die auf dem Weg zum Ziel durchlaufen werden. Schließlich könnte sich am Wegesrand Publikum zum Anfeuern einfinden. Und schon sei das Versammlungsrecht berührt. Insgesamt sechs Städte und Gemeinden durchqueren die beiden Wehrläufer: Kamp-Lintfort, Neukirchen-Vluyn, Moers, Duisburg, Mülheim/Ruhr und Essen. Und natürlich Rheinberg. „Die Stadtverwaltung mit Bürgermeister Dietmar Heyde und Dezernentin Iris Itgenshorst hat uns Unterstützung zugesagt“, freut sich Jens Gallois.

Jetzt hoffen die beiden Wehrleute, dass sich möglichst viele Sponsoren finden. Privatleute und Unternehmen, die die gute Sache mit einer Geldspende unterstützen mit einer Einzahlung auf das Spendenkonto bei der Sparkasse am Niederrhein: IBAN: DE11 3545 0000 1201 8633 37, Stichwort Spendenlauf Rheinberg-Essen.

Für Firmen hat sich das Läufer-Duo ein besonderes Angebot ausgedacht. „Während des Laufes kleben wir uns im Gegenzug für eine Spende entsprechende Logopatches auf unsere Kleidung und fungieren so als wandelnde Werbeträger“, so Gallois.
Interessierte können ihn mobil unter 0151 11677597 oder per E-Mail spendenlauf.rheinberg@t-online.de kontaktieren.

(nmb)
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