Rheinberg: Fehler im Unitymedia-Netz gefunden, aber noch nicht behoben

Rheinberg : 2500 Unitymedia-Kunden zwei Tage ohne Telefon und Internet

Der Kabelnetzbetreiber verweist auf ein defektes Glasfaserkabel in einer Hochspannungstrasse. Die Behebung des Fehlers dauert noch.

Früher hieß das: „Kein Anschluss unter dieser Nummer.“ Heute ist einfach alles tot oder man hört ein Besetztzeichen. Rund 2500 Kunden des in Köln ansässigen Kabelnetzbetreibers Unitymedia im Raum Rheinberg müssen seit Dienstagmorgen auf Festnetztelefon verzichten und haben auch keine Internetverbindung (die Rheinische Post berichtete).

Und das nervt gehörig: Eine Arztpraxis am Annaberg ist mehr oder weniger von der Außenwelt abgeschlossen, die Unternehmerin mit Home-Office muss Kundengespräche per Handy führen und kann auch keine E-Mails verschicken, das Rentnerehepaar ohne Smartphone weiß nicht, wie es seine Kinder erreichen kann und die Familie in Orsoy steht auf dem Datenschlauch, weil sie dringend Daten aus dem Netz herunterladen muss und das nicht möglich ist. Als besonders ärgerlich empfinden es die betroffenen Kunden, dass sie gar nicht oder nur zufällig erfahren, was los ist.

Ein Unitymedia-Sprecher sagte gestern auf Nachfrage der Rheinischen Post: „Ein wichtiges Glasfaserkabel ist defekt. Es liegt auf einer Hochspannungsleitung auf einem Hochmast. Techniker des zuständigen Energieversorgers arbeiten mit Hochdruck daran, den Schaden zu beheben.“ Wo genau der Fehler aufgetreten ist, vermochte der Sprecher gestern nicht zu sagen. Auch nicht, ab wann Telefon und Internet wieder zur Verfügung stehen: „Wir hoffen, dass es so schnell wieder möglich wieder läuft.“ Bis zum frühen Mittwochabend hatte sich noch nichts getan.

Die Vermutung, dass nicht nur Rheinberg, sondern weite Teile von Nordrhein-Westfalen betroffen seien, stimme nicht, teilte Unitymedia mit. Die Ausfälle konzentrierten sich auf den Raum Rheinberg.

Unitymedia versorgt Haushalte über Kabel mit Festnetztelefonie, Internet und Fernsehen. Die Fernsehverbindungen seien nicht betroffen. Denn das TV-Signal vom Satelliten von einer mobilen Station ins Kabelnetz eingespeist

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