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Rheinberg: FDP empfiehlt ihren Wählern weder Tatzel noch Heyde

Stichwahl in Rheinberg : FDP empfiehlt ihren Wählern weder Tatzel noch Heyde

Die Rheinberger FDP hat sich dazu entschieden, vor der Stichwahl am nächsten Sonntag keine Wahlempfehlung auszusprechen – weder für den parteilosen, von der CDU empfohlenen Amtsinhaber Frank Tatztel, noch für den Grünen-Kandidaten und Herausforderer Dietmar Heyde.

Das sagte am Sonntag Rainer Mull, der selbst als Bürgermeisterkandidat angetreten war und – so der Plan – neuer Fraktionsvorsitzender der künftigen FDP-Fraktion werden soll.

Mull hatte nach der Wahl am 13. September von seiner Ortspartei den Auftrag bekommen, Gespräche sowohl mit dem Grünen- als auch mit dem CDU-Lager zu führen. „Die Gespräche habe ich am Freitag geführt“, so Rainer Mull. Beide Seiten, so fasst Rainer Mull diese Gespräche zusammen, hätten erkennen lassen, in der kommenden Ratsperiode bestimmte liberale Inhalte mittragen zu wollen. Bei den Verhandlungen habe sich aus Sicht der Liberalen aber keine eindeutige Präferenz ableiten lassen. „Wenn Grüne und CDU anbieten, gleichermaßen vertrauensvoll mit uns kooperien zu wollen, können und wollen wir keine Empfehlug für einen der beiden Kandidaten aussprechen“, so der Politiker. „Was wir unseren Anhängern und Mitgliedern aber ganz klar ans Herz legen, ist, am Sonntag zur Wahl zu gehen.“

Die FDP hatte sich vor fünf Jahren bei der Bürgermeisterwahl gegen Frank Tatzel, der damals zum ersten Mal kandidierte, ausgesprochen. Sie hatte sich für die damalige SPD-Kandidatin Rosemarie Kaltenbach ausgesprochen. Der Grünen-Politik steht die FDP generell eher kritisch gegenüber.

In den kommenden fünf Jahren hat die FDP vier Ratsvertreter, derzeit sind es zwei.