Amplonius-Gymnasium Rheinberg Scheitern kann eine Chance im Berufsleben sein

Rheinberg · Experten diskutierten bei der Premiere des Alumni-Ehemaligen-Netzwerktreffens mit Oberstufenschülern des Rheinberger Amplonius-Gymnasiums.

 Thorsten Braun (v.l.), Dietmar Saecker, Martin Langen, Andreas Steuer, Alexandra Dohmgans und Sencan Tasci

Thorsten Braun (v.l.), Dietmar Saecker, Martin Langen, Andreas Steuer, Alexandra Dohmgans und Sencan Tasci

Foto: Uwe Plien

Gut gelungen ist die Premieren-Veranstaltung des erst im vergangenen Jahr gegründeten Alumni-Ehemaligen-Netzwerks am Amplonius-Gymnasiums. Sencan Tasci, stellvertretende Schulleiterin, und Thorsten Braun, Koordinator der Studien- und Berufsorientierung, haben ehemalige Amplonianer und andere mit der Schule verbundene Experten zum Thema „Neue Arbeit“ aufs Podium gebeten. Oberstufenschüler und deren Eltern waren nicht nur zum Zuhören eingeladen, sondern sollten ausdrücklich auch mit den Referenten ins Gespräch kommen. Das geschah bei Speed-Dating-Runden, aber auch im lockeren Gespräch.

Zu Beginn machte Unternehmensberater Martin Langen deutlich, dass sich die Arbeitswelt weiterhin in rasantem Tempo verändern wird. Ganz besonders geschieht das durch den wachsenden Einsatz und Einfluss künstlicher Intelligenz (KI). Die KI werde dafür sorgen, dass viele Jobs wegfallen werden, weil Roboter die Arbeit der Menschen übernehmen. Langen warb förmlich dafür, das Scheitern als Chance anzuerkennen. Es schade nicht, sich im Berufsleben mal einen Richtungswechsel zu erlauben. Wichtig sei, eine Arbeit zu finden, „für die ihr brennt“, sagte er.

Eine solche Aufgabe hat Alexandra Dohmgans, Abi-Jahrgang 1999 am Rheinberger Gymnasium, gefunden. Sie ist geschäftsführende Gesellschafterin eines Personalvermittlungsunternehmens insbesondere für Familienunternehmen und Mittelständler. Auch sie hat erst über Umwege dorthin gefunden.

Andreas Steuer, der das Abitur 2007 am Amplonius ablegte, wollte unbedingt Steuerberater werden und ist daran beinahe zerbrochen. Heute führt er ein 30-köpfiges Team, das in einer Berliner Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft sich in enger Abstimmung mit der IT mit den Themen Transformation und Digitalisierung befasst.

Und Dietmar Saecker, Abi-Jahrgang 1985 und seit 30 Jahren im Allgäu zu Hause, hat als gelernter Mess- und Regelmechaniker und studierter Chemie-Ingenieur in ganz kleinen und ganz großen Unternehmen gearbeitet. Heute arbeitet er für ein mittelständisches Familienunternehmen und hält Fachvorträge in aller Welt. Alle seine Arbeitgeber hätten bemerkt, dass er besonders gut erklären konnte. Das habe ihn beruflich in die richtige Spur gebracht.

Weitere Alumni-Veranstaltungen sollen folgen. Unterstützung gibt es dafür von der Rheinberger Rechtsanwalts- und Steuerkanzlei Steinkuhl & Rust, von Blue Media Light Veranstaltungstechnik, vom Förderverein des Gymnasiums und von Catering for Kids.

(up)
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