Kooperation mit der Hochschule Rhein-Waal Europaschule eröffnet erstes „FabLab“

Rheinberg/Kamp-Lintfort · Die Europaschule Rheinberg ist jetzt Teil eines internationalen Netzwerkes offener Werkstätten für die digitale Fertigung. Das erste FabLab wurde eröffnet, eine Absichtserklärung mit der Hochschule unterzeichnet.

Schulleiter Martin Reichert (l.) und Martin Kreymann von der Hochschule Rhein-Waal bei der Unterzeichnung der Absichtserklärung.

Schulleiter Martin Reichert (l.) und Martin Kreymann von der Hochschule Rhein-Waal bei der Unterzeichnung der Absichtserklärung.

Foto: ESR

Martin Kreymann, Projektkoordinator des zdi-Zentrums Kamp-Lintfort und Manager des FabLab Kamp-Lintfort der Hochschule Rhein-Waal, und Martin Reichert, Schulleiter der Europaschule Rheinberg, wollen in Projekten und Fortbildungen im Netzwerk schoolfablab.de eng zusammenarbeiten. Sie haben dazu eine Absichtserklärung unterzeichnet. Reichert wurde zudem die Plakette „Schoolfablab“ überreicht, die die Schule als Partner im Netzwerk schoolfablab.de ausweist. Die Europaschule ist somit Teil eines internationalen Netzwerkes offener Werkstätten für die digitale Fertigung.

Etwa 40 geladene Gäste waren dabei, als das School Fablab eröffnet wurde. Ein FabLab (von „fabrication laboratory“) ist eine Werkstatt, die in diesem Fall Rheinbergern den Zugang zu modernen Fertigungsverfahren für Einzelstücke ermöglicht. Neben Bürgermeister Dietmar Heyde nahmen Regierungsschuldirektor Dirk Timmermann von der Bezirksregierung und Martin Kreymann von der Hochschule Rhein-Waal teil.

Der Physiker und Mathematiker Neil Gershenfeld hatte in den 1990er Jahren die Idee, dass es Geräte geben sollte, mit denen jeder Mensch auf einfache Art und Weise fast alles bauen könnte. Jetzt, 26 Jahre später, werde diese Vision auch an der Europaschule Rheinberg Wirklichkeit. Viele Menschen haben zu diesem Erfolg beigetragen: Die Stadt als Schulträger hat das Vorhaben unterstützt. Die Sparkasse am Niederrhein hat zusammen mit weiteren Sponsoren für finanzielle Mittel gesorgt.

Das FabLab in den nagelneuen Technikräumen der ESR bietet 3D-Drucker, einen Lasercutter, eine CNC-Fräse und zahlreiche mit der entsprechenden Software ausgestattete moderne Rechner, um nur einiges des angeschafften Equipments zu nennen.

Zu den Menschen, die sich um die Programmierung der Maschinen kümmern, gehören Karsten Schmidt, der stellvertretende Schulleiter, und Pierre Rössner, beide Techniklehrer, die schon vor einiger Zeit die Zusammenarbeit mit der Universität Rhein-Waal aufgenommen und eine Kooperation vorangetrieben hatten. Martin Kreymann betreute die Schule mit seinem Team und wird weiterhin mit seiner Expertise zur Verfügung stehen.

Im kommenden Schuljahr wird es zwei Projekte geben: Die Jahrgangsstufe Q1 arbeitet an selbst ausgedachten Projekten. Die Schüler der Projektgruppe bauen, drucken, cutten, löten und stecken Gegenstände, die am Ende vorgestellt werden. Im zweiten Projekt werden Oberstufenschüler zu Assistenzlehrern ausgebildet, die Grundschulkinder einladen, um mit ihnen in verschiedenen naturwissenschaftlichen Workshops zu arbeiten.

(up)