Rheinberg: Es fehlen Wohnungen für behinderte Menschen

Bau- und Planungsausschuss : Wohnraum für Menschen mit Behinderung fehlt

Der Bau- und Planungsausschuss schloss sich einstimmig einem Antrag der Grünen an, nach dem die Verwaltung nach Grundstücken für den Bau barrierefreier Wohnungen suchen soll.

Die Grünen-Fraktion hat das Thema schon seit längerem im Auge, sie hat nun einen entsprechenden Antrag an den Bau- und Planungsausschuss gestellt. Und auch die SPD hat sich der Thematik angenommen, hat etwa Gespräche mit Monika Echstenkemper (ehrenamtliche Schwerbehindertennbeauftragte der Stadt) geführt. Es geht um geeigneten Wohnraum für Menschen mit Behinderung. Davon gebe es in Rheinberg eindeutig zu wenig, sagen die Parteien.

Deshalb soll die Verwaltung nun herausfinden, wie und wo Wohnungen für behinderte Menschen in Rheinberg entstehen könnten – entweder auf einem bereits im Besitz der Stadt befindlichen Grundstück oder auf privaten Flächen, die eventuell einem Investor angeboten werden könnten.

„Wir denken dabei nicht an Wohngruppen, sondern an Wohnungen, in denen Menschen mit Behinderung selbstständig wohnen können“, sagte im Bauausschuss Luise Theile (Grüne). Heinz Engelke (CDU) stimmte dem Ansinnen der Grünen grundsätzlich zu. Ihm fehlte allerdings ein Hinweis auf das Bundesteilhabegesetz, nach dem die Schaffung von Wohnraum für behinderte Menschen vorgeschrieben sei. Engelke: „Der Bedarf muss zunächst ermittelt werden. Das ist aber ein Thema für den Sozialausschuss.“

Peter Bender (SPD) empfahl, zunächst darüber nachzudenken, wer wo bauen könnte. Als Beispiel nannte er das Baugebiet an der Moerser Straße hinter Rewe. FDP-Mann Hans-Peter Götzen machte es kurz und schmerzlos: „Guter Antrag. Wir sind dafür.“ Einstimmig ging der Antrag der Grünen durch. So kann sich die Verwaltung nun an die Arbeit machen und hoffentlich bald Ergebnisse präsentieren.