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Rheinberg: Ein neues Kühlaus für die Tafel

Ineos-Nachbarschaftsfonds : Ein neues Kühlhaus für die Tafel

Das Rheinberger Chemiewerk Inovyn hat 8000 Euro aus dem Ineos-Nachbarschaftsfonds an die Lebensmittelausgabestelle im St.-Anna-Pfarrheim gespendet. Das neue Kühlhaus hat 13.000 Euro gekostet und ist bereits in Betrieb.

Seit 17 Jahren gibt es die Rheinberger Tafel mit der Ausgabestelle am St.-Anna-Pfarrheim. Einer, der sich von Beginn an für die Lebensmittelausgabe an Bedürftige eingesetzt hat, ist Pastoralreferent Werner Koschinksi. Der ist auf dem Absprung, wechselt nach 22 Jahren die Pfarrei, geht nach Bottrop-Kirchhellen und ist am Annaberg bereits offiziell verabschiedet worden. Am Dienstag konnte er sich davon überzeugen, dass aus der ehemals kleinen Ausgabestelle ein mittelständisches Unternehmen geworden ist.

Mit fast 50 ehrenamtlichen Helfern, die reinhauen wie die Profis, mit eigenen Kühlfahrzeugen und jetzt auch mit einem neuen Kühlhaus. Das ist 3 mal 2,80 Meter groß und steht seit rund einem Monat in der Garage neben dem Pfarrheim. 13.000 Euro hat es gekostet, und es war allerhöchste Eisenbahn, dass es aufgebaut wurde. „In das alte“, so sagt Rolf Lange vom Tafel-Team augenzwinkernd, „bin ich zum Schuss nur noch gegangen, wenn ich mich mal aufwärmen wollte.“

Dass der Förderverein der Tafel Rheinberg das neue Kühlhaus zum Lagern der gespendeten Lebensmittel kaufen konnte, ist dem Chemieunternehmen Inovyn zu verdanken. Es hat stolze 8000 Euro gespendet. Inovyn gehört zur Ineos-Gruppe, die ihren Hauptsitz in London hat. Dort hat der Gründer und Vorstandsvorsitzende Sir Jim Ratcliffe im März den Ineos-Nachbarschaftsfonds in Höhe von einer Million Pfund (etwa 1,1 Millionen Euro) eingerichtet.

Gleichzeitig startete das Unternehmen auch die Covid-19-Kampagne „Hands on“, die neue Produktionslinien aufbaute, um Krankenhäuser und wichtige medizinische Einrichtungen monatlich gratis mit Millionen Flaschen von Händedesinfektionmitteln zu versorgen. Der Fonds ermöglicht Ineos-Standorten auf der ganzen Welt, Wohltätigkeitseinrichtungen zu unterstützen.

Johannes Wältring, Technischer Leiter bei Inovyn, freut sich, dass Rheinberger Institutionen in den Genuss von Spenden kommen. „Unsere Mitarbeiter konnten Vorschläge machen, an wen das Geld gehen soll“, so Wältring: „Durchgesetzt hat sich der Vorschlag unseres Mitarbeiters Klaus Wurtz.“ Johannes Wältring besuchte nun die Tafel in Begleitung von Klaus Wurtz und Susanne Zütphen, die als Assistentin der Rheinberger Inovyn-Werkleitung lokale Beauftragte des Wohltätigkeitsfonds ist.

Tafel-Koordinatorin Tanja Braun und Rolf Lange zeigten den Gästen, zu denen auch Thomas Bajorat als Wirtschaftsförderer der Stadt gehörte, wie die Tafel arbeitet. „Wir sind sehr dankbar, dass wir diese großzügige Spende bekommen“, sagte Tanja Braun.