Rheinberg: Ein gut eingespieltes Blues-Team

Konzert in Alpsray : Ein gut eingespieltes Blues-Team

Die „Peter Driessen Band“ spielte mit Gregor Hilden im Alpsrayer „to hoop“ Blues.

Seit einem Dreivierteljahr arbeitet Sami Durak an der Vision, im Bürgerzentrum Alpsray unter dem Signet „to hoop“ mit guter Live-Musik und Gastronomie für Belebung in der Ortschaft zu sorgen. Jetzt begrüßte er im kleinen, aber feinen Konzertsaal an der Alpsrayer Straße mehr als 80 Gäste, die dort zwei Stunden mit Live-Musik „Made in Germany“ bestens unterhalten wurden. Durak hatte die „Peter Driessen Band featuring Gregor Hilden“ eingeladen – und damit eine gute Entscheidung getroffen.

Denn schon die Anfangsnummer „I live a life in freedom“ machte deutlich, was den Sound des Abends ausmachen sollte: eine lässige, erfahrene und kompakt-präsente Band mit zwei ausgezeichnet miteinander korrespondierenden Solisten.

Wer wissen will, wie eine wirklich gute Rhythmusband klingen soll, bekam an diesem Abend praktischen Anschauungsunterricht. Denn wie Georg Mahr am Keyboards, Jochen Eminger am Bass und Thomas Iselt am Schlagzeug miteinander den Groove der einzelnen Songs gestalteten und trugen, war schon mehr als hörenswert. „Wir spielen in der Konstellation allerdings erst zum zweiten Mal zusammen“, bekannte Keyboader Mahr – was bewies, dass gute Musiker keinen großen Anlauf benötigen, um klanglich wie ein eingespieltes Team zu klingen.

Dazu kamen noch zwei wirklich exzellente Gitarristen. Peter Driessen, der mit 15 Jahren das Gitarrenspiel begann, an der Musikschule Münster zahlreiche renommierte Musiker ausbildete und ein Top-Gitarrist ist, erinnerte in seiner Art, das Instrument zu spielen und den Tönen mit viel Gefühl Raum zu geben, ein wenig an den verstorbenen Altmeister B.B. King.

Dazu gab seine rauchige Stimme den Songs so etwas wie Tiefe und Atmosphäre. Ergänzt wurde sein Sound von seinem früheren Schüler Gregor Hilden, dessen trocken-gradliniges Solospiel nochmal für eine ganz andere Klangnote sorgte.

So schaukelten sich beide gegenseitig bei den Soli hoch – eingebettet in ein breitgefächertes Songpaket, das vom lässigen Midtempo-Blues („Big Whale“) über das melodische, popangehauchte „If my guitar was a woman“ und Klassikern wie „Stormy Monday Blues“ oder „Rock me Baby“ bis zur shuffle-groovigen Zugabe „Hip Shake“ von Albert King reichte.

Mit diesem Paket überzeugte die Band das Publikum und sorgte für einen gelungenen Bluesabend im „to hoop“, dem hoffentlich noch weitere folgen werden.

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