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Rheinberg: Ein Festgottesdienst für die Wallacher Kirche

Kirche im Norden Rheinbergs ist 575 Jahre alt : Ein Festgottesdienst für die Wallacher Kirche

Das kleine Gotteshaus ist 575 Jahre alt. 160 Menschen erlebten die Feier am Sonntagnachmittag bei herrlichem Sommerwetter im Gemeindegarten.

Am Sonntagnachmittag hat die Evangelische Kirchengemeinde Wallach-Ossenberg-Borth in einem Freiluft-Gottesdienst den 575. Geburtstag der Wallacher Kirche gefeiert. Auf 160 Stühlen und vier Bänken im Gemeindegarten gleich neben der kleinen Kirche haben die Gottesdienstbesucher – unter ihnen der Superintendent des Kirchenkreises Moers, Wolfram Syben, der leitende Pfarrer der Katholischen Kirchengemeinde St. Peter Rheinberg, Martin Ahls, und der Bürgermeister der Stadt Rheinberg, Dietmar Heyde – Platz genommen.

Die weiteste Anreise hatte Nico Hansen, 21 Jahre alt und aus Wuppertal. Er gehört zum Johanneum, mit dem die Gemeinde in Wallach eine enge Partnerschaft pflegt, die auch beinhaltet, dass Schüler dieser Evangelistenschule Gemeinden besuchen. Nico Hansen sagte, er komme gerne an den Niederrhein und der Festgottesdienst sei ein besonderer Anlass gewesen.

Auch der Posaunenchor spielte nach langer Corona-Pause erstmals wieder vor Publikum und zum Gesang. Leiter Dirk Wittfeld erzählte, dass er und seine Kollegen zwar wegen der Entfernung nichts vom Gesang gehört hätten, prinzipiell würden er und sein Chor sich aber sehr freuen, dass es wieder losgehe mit der Musik. Ein Jahr lang hätten sich die Mitspieler nicht gesehen, aber „der Spirit ist immer noch da“.

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Pfarrerin Ulrike Thölke hat rund um den Gottesdienst das gemacht, wofür sie seit ihrem Amtsantritt vor 20 Jahren in ihrer Gemeinde bekannt ist: Sie hat evangelisch und katholisch zusammengedacht, sie lebt Ökumene. Das konnte man auch äußerlich sehen, denn die Wege waren mit zusammengesteckten Zweigen und lila-gelben Röschen aus Krepp-Papier geschmückt. Die Farben stehen für die Konfessionen. Nach dem Gottesdienst mit kurzen Grußworten zeigte sich Ulrike Thölke erleichtert. Vor dem Gottesdienst habe es reichlich Arbeit, aber auch „wahnsinnig viele Helfer“ gegeben, erzählte sie. Und: Trotz des Abstands zwischen den Menschen habe sie eine große Zusammengehörigkeit und eine „enorme Aufmerksamkeit“ im Gottesdienst verspürt.

Tom, elf Jahre alt, in Wallach zu Hause und häufiger Teilnehmer des Kindergottesdienstes in der Gemeinde, fand den Gottesdienst „eigentlich echt gut“. „Es war nur zu warm“, sagte der Junge.