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Rheinberg: Ein Fahrrad als Kunststück am Günter-Rehse-Weg

Nachhaltigkeitspfad : Ein rostiges Fahrrad als Kunstwerk

Wird der Günter-Rehse-Weg als Nachhaltigkeitspfad wiederbelebt?

Es ist schon 13 Jahre her, da wurde ein Stück des Günter-Rehse-Weges entlang des Moersbachs als Nachhaltigkeitspfad angelegt. Nahe der Bahnhofstraße in Höhe der Sparkasse wurden Kunstwerke aufgestellt, die aus Abfallprodukten hergestellt waren. Die Rheinberger Künstler Ernst Barten, Luja und Aloys Cremers beteiligten sich damals daran. Während die Beiträge von Cremers die Zeit nicht lange überlebten, steht die Bartensche Alltagskunst noch heute unangetastet dort: „Flugversuch“ heißt eine Metallskulptur, ein Stück weiter kann man die von Luja entworfenen „Heizschnucken“ bewundern – aus kleinen Heizkörpern gefertigte Schäfchen.

Nun, viele Jahre später, gibt es ein weiteres Kunststück am Günter-Rehse-Weg. Am anderen Ende des Weges, Richtung Königsberger Straße. Dort hat jemand ein altes Fahrrad aus dem Moersbach gefischt. Das steht da nun an einen Baum gelehnt. Voller Schlick, komplett verrostet. Wie eine Installation. Wie ein Kunstwerk.

 Der „Flugversuch>“ von Ernst Barten steht seit 2006 am Günter-Rehse-Weg.
Der „Flugversuch>“ von Ernst Barten steht seit 2006 am Günter-Rehse-Weg. Foto: Uwe Plien

Was nun mit dem Rad geschieht? Nichts Genaues ist bekannt. Vielleicht erbarmt sich der Dienstleistungsbetrieb und nimmt es als gewöhnlichen Metallschrott mit. Vielleicht wird aber auch eine Tafel neben dem Rad aufgestellt und es wird befestigt. Denkbare Aufschrift: „Rheinberger Kunststück. Mit dem Wasser des Moersbachs getauft. Ein zivilisatorisches Mahnmal.“

(up)