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Rheinberg/Duisburg: Im Baerler Busch werden Bäume gefällt

Wald an der Stadtgrenze zu Rheinberg : Ärger über gefällte Bäume im Baerler Busch

Die Bürgerinitiative „Baerler Busch ist bedroht“ will den Wald fünf Jahre in Ruhe lassen. Der Regionalverband Ruhr (RVR) als Eigentümer spricht von einer abgestimmten und angekündigten Maßnahme.

Im Baerler Busch werden Bäume gefällt. Ruhr Grün, der unter anderem für die Bewirtschaftung von Wäldern zuständige Eigenbetrieb des Regionalverbands Ruhr (RVR), habe damit begonnen, teilte die Bürgerinitiative (BI) „Baerler Busch ist bedroht“ mit. „Erfreulicherweise wurden keine Harvester und Rückemaschinen eingesetzt, gegen die wir uns seit Beginn des Dialogs mit dem RVR eingesetzt haben“, sagte ein Sprecher der BI. 

Die BI wehrt sich seit Jahren gegen die Baumfällungen und argumentiert mit den klimatischen Entwicklungen. Die Wasserversorgung der Bäume sei durch zu geringe Niederschlagsmengen gefährdet. Ein geschlossenes Kronendach sichere die Überlebensfähigkeit der Bäume.

Der Sprecher: „Als Bürgerinitiative setzen wir uns dafür ein, dass der RVR Ruhr Grün auf forstwirtschaftliche Maßnahmen wie Durchforstungen im kleinen Baerler Busch durch ein Moratorium von fünf Jahren verzichtet und den vom Klimawandel, besonders durch Trockenheit, stark gestressten Wald in Ruhe lässt, damit dieser Gelegenheit hat, seine Anpassungsstrategien an die veränderten Bedingungen zu entwickeln.“ Dabei wurde immer wieder dargestellt, welche große Bedeutung dieser Wald für viele Menschen der Umgebung als Erholungsort habe. Der RVR Ruhr Grün dagegen setze die Durchforstung fort – daher protestierten die Mitglieder der Bürgerinitiative gegen die Fällungen.

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Der RVR bestätigte auf Nachfrage, dass Ruhr Grün mit den „lang geplanten und angekündigten“ Durchforstungs- und Pflegearbeiten begonnen habe. Sie seien im RVR-Betriebsausschuss Ruhr Grün sowie in der Bezirksvertretung Homberg/Ruhrort/Baerl beschlossen worden. Die Maßnahmen richteten sich nach dem 15-Punkte-Plan zur „Klimagerechten und ökologischen Entwicklung des Baerler Busches“, der vom Arbeitskreis Baerler Busch erarbeitet worden sei.

„Auf sechs von insgesamt 350 Hektar Gesamtfläche des Baerler Busches finden unter Berücksichtigung der Schutz-, Erholungs- und Nutzfunktion des Waldes die Pflegearbeiten statt“, so eine RVR-Sprecherin. Dabei werde durch gezielte „Baumentnahmen“ die Entwicklung des Waldes zu einem stabilen und strukturreichen Wald gefördert. Die Sprecherin: „Durch die Entnahme einzelner Bäume stehen den verbleibenden Gehölzen mehr Licht, Wasser, Nährstoffe und Platz zur Verfügung. Die Arbeiten dauern einige Tage an.“ Vereinzelte Waldwege seien aus Sicherheitsgründen gesperrt worden. Ein Banner an der Fläche informiere über die Maßnahme. Zudem können sich Interessierte vor Ort bei den RVR-Rangern informieren oder unter dialog-ruhrgruen@rvr.ruhr Fragen stellen.

(up)