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Rheinberg: DLB nimmt Grünschnitt und Sperrmüll nur noch bis Ende des Jahres an

Rheinberg : Beim DLB gelten neue Spielregeln

Grünschnitt und Sperrmüll werden nur noch bis Ende des Jahres angenommen. 

2019 ist Feierabend. Dann nimmt der Dienstleistungsbetrieb Rheinberg (DLB) an der Bahnhofstraße 160 keinen Grünschnitt und auch keinen Sperrmüll mehr an. Zunächst probeweise für ein Jahr. Das hat der Betriebsausschuss in seiner September-Sitzung beschlossen (wir berichteten ausführlich). Begründet wurde dieser Schritt unter anderem mit dem Verkehrschaos, das besonders samstags auf der Bahnhofstraße vor der Zufahrt zum DLB herrschte. Es bildeten sich lange Staus, manche Autofahrer verloren die Nerven, flippten aus und beschimpften die Mitarbeiter des DLB, die auch keinen Rat mehr wussten. Das sei aus Sicherheits- und Arbeitsschutzgründen nicht mehr zu verantworten, sagte DLB-Betriebsleiterin Rosemarie Kaltenbach damals.

In der nächsten Ratssitzung muss die Abfallsatzung abgesegnet werden, in diesem Zuge werden auch die Anfor­derungen des Arbeits­schutzes aufrechterhalten und zunächst bis zum 31. Dezember dieses Jahres fortgeführt. „Die Nutzer des Angebotes müssen sich allerdings auf folgende Veränderungen im Ablauf einstellen“, teilt die Verwaltung mit. Es dürfen jeweils nur drei Fahrzeuge gleichzeitig auf dem Betriebsgelände entladen.

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Da verstärkt gefährliche Abfälle „illegal“ auf dem Betriebsgelände an der Bahnhofstraße entsorgt worden sind, muss der Entladevorgang, wie auf anderen Betriebshöfen üblich, stärker durch Mitarbeiter überwacht werden. Dafür wird mehr Personal benötigt: vier statt wie bisher zwei Mitarbeiter. Damit soll sichergestellt werden, dass die Kunden des Dienstleistungsbetriebs das Betriebsgeländes sicher wieder verlassen können, wenn sie ihre Fahrzeuge oder Anhänger entleert haben.

Die Annahme des Grünschnitts und Sperrmülls kostet Geld: drei Euro. Die Summe muss passend in Ein- oder Zwei-Eurostücken bereitgehalten werden – darauf wird Wert gelegt. Bezahlen muss jeder Besucher am Kassenautomaten selbst. Das Wechseln von Scheinen ist nicht mehr möglich, da das Personal keine Barkasse führt. Nur so kann auch die Ausgabe einer Quittung für jeden Nutzer gewährleistet werden. Der DLB bedauert, dass diese Vorgaben zu Unannehmlichkeiten führen. Da jedoch auf dem Betriebsgelände die Sicherheit der Bürger sowie der Mitarbeiter oberste Priorität hat, sehen die Verantwortlichen keine Alternative zu den geänderten Abläufen.

Der Stau auf der Bahnhofstraße entstehe, weil sehr viele Nutzer direkt zu Beginn der Annahme zum DLB kommen. Der DLB rät daher, die gesamte Öffnungszeit zu nutzen. Wer zu einem späteren Zeitpunkt kommt, muss erfahrungsgemäß mit weniger Andrang und damit kürzeren Wartezeiten rechnen.

Der Dienstleistungsbetrieb hat ab November an jedem zweiten und vierten Samstag im Monat geöffnet. Die Termine kann man auch dem Abfallkalender entnehmen.

Im Übrigen steht die Annahme im Abfallentsorgungszentrum Asdonkshof von montags bis freitags jeweils in der Zeit von 7 bis 18 Uhr und samstags von 7 bis 13 Uhr zu den Gebührensätzen des Kreises Wesel zur Verfügung.