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Rheinberg: Diese Regeln müssen Besucher des Underberg-Freibads beachten

Saisonstart in Rheinberg : Vieles anders im Underberg-Freibad

Vorab registrieren, Ausweis vorzeigen, Duschen gesperrt – es ist ein ungewohntes Badevergnügen im Rheinberger Corona-Sommer. Zu Beginn der großen Ferien dürfen zeitgleich nur 500 Besucher auf dem Gelände sein.

25 Grad warm war das Wasser am Freitagmittag im Schwimmerbecken des 1956 erbauten Underberg-Freibads. Die Aufsteller mit Piktogrammen zu den Corona-Verhaltensregeln standen schon gut sichtbar am Eingang. Die Drängelgitter mussten noch verteilt werden. Mit Beginn der Sommerferien startet am Montag in Rheinberg die Freibad-Saison. Vor dem Sprung ins Wasser gibt’s allerdings einiges zu beachten.

So komme ich ins Underberg-Bad Grundvoraussetzung ist die vorherige Registrierung auf der Homepage www.rheinberg-baeder.de. Die Internetseite ist ab Montag, 0.01 Uhr, freigeschaltet. Programmiert hat die Website die Firma Sutex aus Bocholt. Dort sind auch tagesaktuelle Infos rund ums Bad wie die Wassertemperaturen der drei Becken zu finden. Per E-Mail werden Badegäste über freie Besucher-Kapazitäten informiert. Es muss nichts ausgedruckt, vor Ort jedoch der Ausweis vorgezeigt werden. Die Stadt bittet darum, den Eintrittspreis möglichst bargeldlos zu bezahlen. Der Gast erhält eine Chipkarte, die beim Verlassen gescannt und wieder abgeben wird. „Das müssen wir machen, um eventuelle Infektionsketten feststellen zu können“, sagt Badebetriebsleiter Dustin Strelow.

Von den 25 Umkleidekabinen sind nur sieben für die Badegäste offen. Foto: Ostermann, Olaf (oo)

Das muss noch beachtet werden Während der Sommerferien ist das Rheinberger Freibad von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Maximal 500 Gäste dürfen sich gleichzeitig auf dem Gelände aufhalten. Erwachsene zahlen vier Euro, Kinder 2,50 Euro. Es gibt keine Saison-Tickets. Die Mehrfachkarten haben während der Pandemie keine Gültigkeit, sagt Stefanie Kaleita vom Fachbereich Schulen, Kultur und Sport. Die Besucher müssen beim Reinkommen und Rausgehen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Sie gelangen durch ein Personenleitsystem durch den Eingangsbereich zu den Becken.

Zwei Desinfektionsmittelspender wurden angeschafft – einer steht am Eingang, der andere am Sprungturm. Foto: Ostermann, Olaf (oo)

Das ist wegen der Conrona-Schutzverordnung im Bad anders Das Aufsichtspersonal achtet darauf, dass die Abstandsregel eingehalten wird. Im Eingangsbereich und am Sprungturm stehen Hygienespender. Der Sprungturm ist geöffnet, allerdings darf immer nur eine Person hinaufklettern. Vorab Hände desinfizieren ist Pflicht. Am Eingang, aber auch auf dem Gelände schaut Securitypersonal nach dem Rechten. Von den 25 Umkleidekabinen sind nur sieben geöffnet. Duschen ist nicht möglich. Das lassen die Belüftungs- und Desinfektionsrichtlinien nicht zu, teilt Kaleita mit. Die Außenduschen sind ebenfalls gesperrt. Das könne sich aber im Laufe der Sommerferien noch ändern.

Darum gibt’s die Besucherobergrenze In seinem 14-seitigen Konzept hat Strelow als Berechnungsformel die Wasserfläche (rund 1450 Quadratmeter) zugrunde gelegt. Demnach dürfen sich maximal 972 Personen zeitgleich im Bad aufhalten. Weil die Erfahrungswerte fehlen, sei man zurückhaltend und habe sich intern auf die Zahl 500 verständigt. „Wir wollen uns vorsichtig positionieren und nicht gleich in die Vollen gehen. Unser Ziel ist, einen sicheren Betrieb zu gewährleisten“, erklärt Kaleita. „Wir schauen, wie’s läuft, und werden dann entscheiden, ob wir vielleicht mehr Leute reinlassen können. Wir haben natürlich auch die aktuellen Entscheidungen der Landesregierung im Blick“, ergänzt Bürgermeister Frank Tatzel.

Darum öffnet das Bad erst am 29. Juni Seit dem 20. Mai dürfen die Freibäder in NRW öffnen. Tatzel weist darauf hin, dass die detaillierten Auflagen und Vorgaben erst Ende Mai vorlagen. Dann erst konnte Strelow damit beginnen, sein Konzept auf Grundlage des Pandemieplans der Deutschen Gesellschaft für das Bäderwesen zu erarbeiten. Das habe rund drei Wochen in Anspruch genommen. Dann musste das Kreis-Gesundheitsamt das Konzept genehmigen und das Ordnungsamt nach einer Begehung grünes Licht geben. Zudem verzögerte sich die Fertigstellung der Homepage für die Registrierung.

Und sonst Kiosk-Betreiberin Leonie Jordan ist ab Montag mit ihrem Team vor Ort. Wer was im Imbiss Het Frietje kauft, muss mit Bargeld bezahlen.