Rheinberg: Die St.-Peter-Schule zieht eine Tür weiter

Grundschule in Rheinberg : Die St.-Peter-Schule zieht eine Tür weiter

Die katholische Grundschule wechselt in die bisher von der Gemeinschaftsgrundschule Rheinberg genutzten Räume gleich nebenan.

Ein normaler Wohnungsumzug ist schon stressig genug. Aber mit einer kompletten Schule von einem Haus ins andere ziehen? Rektorin Gabi Krekeler und ihr Kollegium machen das gerade mit und stecken bis über beide Ohren in Arbeit. Die 250 Jungen und Mädchen der St.-Peter-Grundschule werden fortan in der früheren Paul-Gerhardt-Schule unterrichtet; in den Räumen also, in dem sich in den vergangenen Jahren der Standort Schulstraße der Gemeinschaftsgrundschule Rheinberg befand. Die Grundschule konzentriert sich nun komplett auf den Standort Grote Gert und heißt ab sofort Grundschule am Annaberg. Das hat der Rat so beschlossen.

Noch sieht es wüst aus in der neuen St.-Peter-Schule. Schränke müssen aufgestellt, Umzugskartons ausgeräumt werden. Techniker verkabeln Computer und die Telefonanlage. Draußen sind die Pflasterer noch am Werk, ein Zaun am Haupteingang muss noch gesetzt werden. Noch ist aber auch Zeit. Die Schule beginnt erst am Mittwoch. „Das meiste haben wir erledigt, bis dahin wird fast alles fertig sein“, versichert Gabi Krekeler, die 1997 als Konrektorin an die Grundschule kam und sie seit 2002 leitet.

Die Rektorin ist heilfroh, dass sie und ihre Kollegen künftig sämtliche Schulräume an der Schul- beziehungsweise Fossastraße nutzen können. „Im vergangenen Schuljahr haben wir schon zwei Klassenräume der Gemeinschaftsgrundschule genutzt“, sagt sie. Das war kein Problem, weil die beiden Schulen miteinander verbunden sind. Andererseits war das aber auch kein haltbarer Zustand, weil die katholische Schule aus allen Nähten platzte. „Wir sind sehr froh über die jetzt gefundene Lösung“, so Krekeler. „Das ist wie eine Befreiung für uns.“

Der Weg zum Haupteingang der Schule ist neu gepflastert worden. Foto: Fischer, Armin (arfi)

Wenn die Kinder am Mittwoch nach sechs Wochen Ferien erstmals zum Unterricht kommen, versammeln sie sich alle auf dem Schulhof, um dann gemeinsam die neuen Räume zu „erobern“, wie die Pädagogin es nennt: „Die Kinder müssen sich ja erst mal orientieren. Gemeinsam hauchen wir dem Gebäude jetzt unseren Atem ein.“

Lernen werden sie künftig in hellen und frisch renovierten Klassenräumen. Die Stadt hat für diese Frischzellenkur gesorgt. Die Wände wurden gestrichen, Parkettböden abgezogen, die Heizungsanlage überholt, Leitungen neu verlegt, zwei Küchen eingebaut. „Die Stadt“, so betont Krekeler, „hat uns ganz hervorragend unterstützt“.

 Die größte Herausforderung sei es gewesen, im laufenden Schuljahr alles zu verpacken und zu etikettieren. Den Transport hat dann ein Umzugsunternehmen in die Hand genommen, bevor die Leute vom Dienstleistungsbetrieb und Handwerksunternehmen loslegten. Krekeler und Lehrer Sebastian Fittges haben in der ersten Ferienwoche schon viel Arbeit erledigt, seit Montag dieser Woche packt nun das gesamte Kollegium mit an: 15 Lehrkräfte sowie Sekretärin Ulrike van Berk und Hausmeister Gregor Hul. Zum Team gehören auch Integrations- und Inklusionshelfer sowie ein Bundesfreiwilligendienstler.

Die bisherige St.-Peter-Schule – der Flachbau aus den 70er Jahren – wird nun von der Offenen Ganztagsschule genutzt. Auch Leiterin Monika van Briel und ihr Team haben sich schon häuslich eingerichtet und freuen sich darauf, sich bei der Arbeit ausbreiten zu können.

Mehr von RP ONLINE