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Rheinberg: Die Kindertagesstätte der Evangelischen Kirchengemeinde Budberg heißt jetzt „Schatzkiste“

Evangelischer Kindergarten Budberg : Budberg hat jetzt eine „Schatzkiste“

Die kleine Kindertagesstätte der Evangelischen Kirchengemeinde an der Bischof-Roß-Straße hat jetzt einen individuellen Namen bekommen. Nach einem Gottesdienst am Sonntag wurde das Gebäude getauft.

Der neue Name des evangelischen Kindergartens war in den vergangenen Wochen wahrscheinlich das bestgehütete Geheimnis in Budberg. Am Sonntag wurde es nun endlich gelüftet. „Schatzkiste“ wird der evangelische Kindergarten künftig heißen. Mit Spannung warteten Kinder, Eltern und Freude am Sonntag vor dem Kindergarten und schauten, wie das große Banner mit Schriftzug und das vom Grafiker und ehemaligen Kindergarten-Vater Robert Leger entworfene Logo über dem Eingang ausgerollt wurde. Und wie es sich gehört, wurde der Kindergarten natürlich auf den neuen Namen getauft: mit Wasser, das die Knirpse an die Hauswand schütteten. Weniger spektakulär als die Champagnerflasche, die bei der Schiffstaufe am Bug zerschellt, aber nicht weniger feierlich für Kinder, Eltern, Erzieher und Gäste.

Wer aufmerksam war, ahnte vielleicht, aus welchem Themenbereich der neue Name stammen könnte. Hinweise gab es während des vorausgegangenen Festgottesdienstes: Pfarrer Augustin sprach unter anderem über das Gleichnis vom Schatz im Acker. Zudem präsentierten die Kindergartenkinder das alte neuseeländische Seemannslied „Wellerman“ mit einer eigenen deutschen Textversion. Dazu hatten sie einen Tanz einstudiert. Und was hofften Piraten beziehungsweise Seeleute in früheren Zeiten zu finden? Na klar: eine Schatzkiste. Annette Schäfer, Leiterin des Kindergartens an der Bischof-Roß-Straße, und ihr Team haben dicht gehalten. „Es gab zwar Spekulationen, aber wir haben nichts verraten“, sagt sie schmunzelnd. Nach vielen Jahren habe man sich bewusst dafür entschieden, dem Kindergarten einen individuellen Namen zu geben. Damit wolle man das Identifikationspotenzial erhöhen und den familiären Charakter der Einrichtung betonen. „Zunächst hatten wir an eine Bezeichnung aus dem ‚Dunstfeld‘ von Astrid Lindgren gedacht, weil die Bücher einfach toll sind“, erläutert Schäfer. Doch Probleme mit den Urheberrechten durchkreuzten die ursprünglichen Pläne der Namensfindung. Vor dem Hintergrund der kirchlichen Trägerschaft entschied sich das Erzieherinnen-Team deshalb für die Bezeichnung „Schatzkiste“. Den Ausschlag gegeben habe eben das Gleichnis vom Schatz im Acker. „Alle Menschen sind Gottes Schätze, für die Eltern sind die eigenen Kinder die größten Schätze und für uns Erzieherinnen im Kindergarten sind alle unsere Kinder unsere Schätze“, so Annette Schäfer. Dabei gehe die Bedeutung der neuen Bezeichnung noch tiefer und spiegele den pädagogische Anspruch des Kindergartens wider: Es gelte, das Selbstwertgefühl der Kleinen zu stärken. Selbstwertschätzung eben – hier steckt der „Schatz“ schon buchstäblich im Wort.

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Um die aktuell 22 Kinder des Kindergartens an der Bischof-Roß-Straße kümmert sich ein dreiköpfiges Team um Leiterin Annette Schäfer: die Erzieherinnen Monika van Eltern und Andrea Tomberg sowie die Auszubildende Inna Waerder. „Dass wir ein kleiner, familiärer Kindergarten mit nur einer Gruppe sind, ist sicher eine unsere Stärken und wird auch von Elternseite geschätzt“, sagt Schäfer. Belegungssorgen kenne man in der Budberger Einrichtung nicht: Auf nur wenige Plätze kommen sehr viele Anfragen.