Sport in Rheinberg Warum Concordias Kampfsportler jetzt sanft in die Matte fallen

Ossenberg · Die Kampfsportabteilung des Rheinberger Sportvereins hat inzwischen mehr als 300 Mitglieder, viele Kurse sind ausgebucht. Das Chemieunternehmen Solvay hat als Nachbar 4000 Euro für neue Puzzlematten gespendet.

 Auf dem Foto von links: Stefan Piepenbring (Produktionsleiter Solvay), Beate Fackert (Personalabteilung Solvay), Leno Derler, Ivonne Piazzolla (Sportliche Leiterin Concordia), Jochem Bowski, Solvay-Werkleiter Norbert Mülders, Felix Braun, Sandra Bünten-Pastoors (Assistenz Solvay-Werkleitung) und Nebi Jussuf.

Auf dem Foto von links: Stefan Piepenbring (Produktionsleiter Solvay), Beate Fackert (Personalabteilung Solvay), Leno Derler, Ivonne Piazzolla (Sportliche Leiterin Concordia), Jochem Bowski, Solvay-Werkleiter Norbert Mülders, Felix Braun, Sandra Bünten-Pastoors (Assistenz Solvay-Werkleitung) und Nebi Jussuf.

Foto: SVCO/SV Concordia Ossenberg

Jochem Bowski greift seinen Gegner an der Schulter, ein kurzer Ausfallschritt, schon geht der Kontrahent zu Boden. Doch wer in diesen Tagen beim SV Concordia Ossenberg auf die Matte geht, der fällt leicht. Fast sanft sogar. Dafür sorgen die neuen, sogenannten Puzzlematten, die der Nachbar Solvay gespendet hat. Sie haben den Vorteil, über eine besondere Trittsicherheit zu verfügen und auch passgenau zugeschnitten werden zu können. Außerdem müssen die Matten auch nur zu Reinigungszwecken abgebaut werden. „Die alten Matten haben sich oft verschoben, durch die Spalten war die Verletzungsgefahr dann groß“, erinnert sich Jochem Bowski. „Das passiert nun nicht mehr, sie können optimal ineinander gesteckt werden.“

Ein weiteres Plus: Die neuen Matten sind geeignet für zahlreiche Sportarten und Übungseinheiten des SV Concordia, in dessen Raum 3 im Sport- und Gesundheitscenter an der Kapellenfeldstraße. Die Gesamtkosten der Matten beliefen sich auf 4000 Euro, seit knapp sechs Wochen sind sie verlegt und haben sich im Einsatz längst bewährt. Vor allem in der knapp über 40 Mitglieder zählenden Mixed Martial Arts (MMA). Diese Vollkontakt-Kampfsportart gehört zum Bereich Kampfsport des SV Concordia mit insgesamt 14 Sportangeboten. Derzeit hat diese Concordia-Sparte 289 Mitglieder, 83 Frauen und 206 Männer.

Die Entwicklung des Kampfsportes in Ossenberg begann im Jahre 1990 mit Hilfe der Judosportler aus Duisburg-Beeck, die Trainer Andreas Raskopf und die Vorstandskollegen Johannes Kefferpütz und Martin Ritt tatkräftig beim Aufbau der Jiu-Jitsu-Abteilung in Ossenberg unterstützten. Noch vor dem Standortwechsel vom Altbau der ehemaligen Grundschule ins Sportcenter stießen Günter Kaupke (Süd Shaolin Kung Fu) und Michael Karatas (Kickboxen) zur Abteilung. Mit dem Umzug in den Kampfsportraum des Sportcenters kam auch Ralf Ideler mit weiteren Angeboten im Bereich des Kickboxens hinzu.

Auch die Entwicklung der Eigengewächse Sven Teige (Jiu Jitsu und Selbstverteidigung), Jochem Bowski (MMA) sowie aktuell auch Nebi Jusuff (MMA) verhalf der Abteilung zu einer Steigerung auf fast 300 Mitglieder. „Viele Kurse sind ausgebucht – und es kommen immer mehr Interessenten“, so Bowski, der selbst Übungsleiter ist.

Mit der Erweiterung der Kampfsportangebote und der Auslagerung der Jiu-Jitsu-Gruppe für Kinder und Jugendliche sowie der Selbstverteidigung in die Turnhalle Grote Gert kam allerdings auch schnell die Notwendigkeit einher, die im Sportcenter verbliebenen alten Judomatten durch neue im Kampfsportraum zu ersetzen.

Sie erfüllen inzwischen ihren Dienst nicht nur im Kampfsport, sondern auch bei den vielen Entspannungsangeboten des Vereins. „Es ist auch eine Form der Anerkennung für die ehrenamtliche Arbeit, die hier geleistet wird“, betont Solvay-Werkleiter Norbert Mülders. „Hier gibt es ein Angebot, das ankommt.“ Wie vielfältig das ist, hat Concordia Ossenberg auch beim Safety-Day bei Solvay im Rahmen zahlreicher Aktionen vorgestellt.

(up)