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Rheinberg: Designierter SPD-Kandidat, Ulrich Rühl, verstorben

Trauer um Ulrich Rühl : Designierter SPD-Kandidat verstorben

Der vielen als Rechtsanwalt bekannte Ulrich Rühl wollte sich um das Bürgermeisteramt in Rheinberg bewerben. Nun ist er im Alter von 64 Jahren gestorben. Einen anderen SPD-Kandidaten für die Kommunalwahl gibt es vorerst nicht.

Die Rheinberger SPD steht unter Schock. Ihr designierter Bürgermeisterkandidat für die Mitte September dieses Jahres geplante Kommunalwahl, Ulrich Rühl, ist überraschend verstorben. Rühl starb im Alter von 64 Jahren. Er ist nicht nur vielen Rheinbergern insbesondere durch seine langjährige Tätigkeit als Rechtsanwalt bekannt.

Bereits am 1. April sollte Ulrich Rühl den Rheinberger Sozialdemokraten in einer Mitgliederversammlung als Kandidat vorgestellt und von ihnen gewählt werden. Diese Versammlung musste wegen der Corona-Krise verlegt werden. Neuer Termin ist nun Mittwoch, 13. Mai. Die jetzt anberaumte Mitgliederversammlung soll um 19 Uhr in der Rheinberger Stadthalle beginnen. An diesem Abend wird die SPD-Spitze nach jetzigem Stand wohl keinen anderen Bürgermeisterkandidaten präsentieren.

„In allererster Linie bedauern wir als Partei den Tod von Ulrich Rühl und sprechen den Angehörigen unser tiefes Mitgefühl aus“, sagte SPD-Ortsvereinsvorsitzender Peter Tullius am Dienstag auf Nachfrage der Redaktion. Er habe keine Ahnung, wie die Ortspartei mit der Situation umgehe: „Das kommt ja alles aus heiterem Himmel für uns.“ Er könne sich momentan nicht vorstellen, dass die SPD einen anderen Bewerber ins Rennen schicken werde, so Tullius, der hinzufügte: „Natürlich ist es nicht ausgeschlossen, dass jemand in der Mitgliederversammlung aufsteht und sagt: Ich mache es.“

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Ulrich Rühl sei erst seit wenigen Jahren SPD-Mitglied gewesen und habe keine offizielle Funktion in der Partei gehabt. Tullius: „Aber durch sein sozialpolitisches Engagement und seine sozialdemokratische Überzeugung passte er gut zu uns.“ Der Vorstand hatte ihn mit einem einstimmigen Votum ausgestattet und wollte ihn den Mitgliedern als Kandidaten präsentieren.

Nun werden am 13. Mai die Direktkandidaten und die Listenvertreter für die Kommunalwahl bestimmt. Als Spitzenkandidaten schlägt die SPD den Sachkundigen Bürger Philipp Richter vor. Wie Tullius mitteilte, soll der junge Kommunalpolitiker – er ist Mitte 20 – in der nächsten Legislaturperiode die SPD-Fraktion im Rheinberger Stadtrat führen. Geplant ist, dass er den jetzigen Fraktionsvorsitzenden Jürgen Madry ablöst.