Rheinberg: „Contra Rheinuferverbot“ wird jetzt eine Bürgerinitiative

Für freien Zugang zum Rhein : „Contra Rheinuferverbot“ wird eine Bürgerinitiative

Anwohner protestieren gegen das Verbot, einen Teil des Rheinufers in Rheinberg zu betreten. Nun wollen sie eine Bürgerinitiative gründen.

Am Donnerstag, 22. August, 19 Uhr, findet in der Gaststätte Zur Alten Apotheke am Großer Markt die Gründung der Bürgerinitiative „Contra Rheinuferverbot – Mein Vater Rhein“ statt. Jeder, der sich anschließen möchte, ist eingeladen, an der Gründungsversammlung teilzunehmen.

Mit der Gründung der Bürgerinitiative reagieren die Initiatoren, die seit mehreren Wochen gegen das weiträumige Betretungsverbot fast sämtlicher Rheinuferflächen in Rheinberg protestieren, auf die, wie sie sagen, „fehlende Dialogbereitschaft seitens des Kreises Wesel und der Stadt Rheinberg“.

Die Initiative: „Vor dem Hintergrund, dass für die Kiesindustrie und die Binnenschifffahrt umfangreiche neue Flächen in bestehenden oder vor kurzem entwidmeten Naturschutzgebieten geplant sind und geschaffen werden sollen, erscheint es uns nicht nachvollziehbar, dass nun sogar Ranger das Betretungsverbot von relativ kleinen Flächen kontrollieren, die seit Jahrzehnten von Bürgern genutzt wurden. Die neu geschaffenen Industrieflächen sind um ein Vielfaches größer als die Flächen, die wir uns als Plätze wünschen, um den Rhein und seine Uferbereiche als Niederrheiner genießen zu dürfen.“

Wenn in Rheinberg der Zugang zum Rhein nur noch auf wenigen hundert Metern ungestraft möglich sei, sei dies eine Ausgrenzung von Menschen und kein zukunftsorientierter Naturschutzansatz. „Wir begrüßen Naturschutzbemühungen und freuen uns, dass weite Teile des Rheinvorlandes Schutzgebiete sind und der Kreis Wesel damit eine Vorreiterrolle innehat“, heißt es. „Aber wenigstens kleine Naturbereiche, in denen sich auch Menschen aufhalten dürfen, ohne sich gegenseitig auf die Füße treten zu müssen, widerstreben diesem Naturschutzgedanken nicht.“

Die Einladung zur Gründungsversammlung richtet sich nicht nur an Rheinberger. Es gehe nicht nur um Protest von Hundehaltern. „Viele Bürger, mit und ohne Hund, wünschen sich, dass es wieder möglich wird, auf vergleichsweise kleinen Strecken am Rheinufer Natur vor der Haustür genießen zu dürfen.“

(up)
Mehr von RP ONLINE