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Rheinberg: Charity-Tour gegen Depressionen

Rheinberg : Biker sammeln 1500 Euro für die Depressionsliga

Im Kampf gegen die Krankheit waren Maximilian Komp und Lea Viehoff drei Wochen und 6000 Kilometer unterwegs.

„Die Tour war super“, sagt der Rheinberger Maximilian Komp. Der 26-Jährige ist zusammen mit Lea Viehoff (25) von seiner Charity-Mortorradtour zurückgekehrt. Die beiden sind durch Österreich, Frankreich und Italien gefahren und haben auf die Krankheit Depression aufmerksam gemacht und Spenden gesammelt für die Deutsche Depressionsliga. Komp leidet seit frühester Kindheit an Depressionen (wir berichteten).

1500 Euro haben die beiden gesammelt. Unterwegs haben sie viele Leute kennengelernt, junge wie ältere, größtenteils sehr offene Menschen. Und sie haben auch unter der Autobahnbrücke in Genua im Stau gestanden, die am 14. August eingestürzt ist. Dreimal musste Komp sein Motorrad, eine Suzuki SV 650, während der Tour auseinandernehmen: Kleinigkeiten immer, einen undichten Vergaser abschrauben, den defekten Benzinschlauch tauschen. „Das kann passieren, wenn eine Maschine 18 Jahre auf dem Buckel hat“, sagt Komp. Bleibt vielleicht auch nicht aus bei den schlechten Straßen, vor allem in Italien. 6000 Kilometer haben die beiden in drei Wochen abgerissen, meistens im Zelt übernachtet, am Lago Maggiore zum Beispiel, am Kronplatz in den Dolomiten.

Und eigentlich wollte sich Maximilian Komp auch einen Traum erfüllen und in den französischen Alpen genau über die Strecke fahren, über die auch die Tour de France führte. „Aber da hat es permanent geregnet, auf 2500 Meter Höhe sind wir in eine Gewitterwolke gekommen, mussten wegen heftigem Platzregen abbrechen.“

Der Rheinberger ist heute medikamentös gut eingestellt, hat gelernt, die Werkzeuge einzusetzen, die ihm helfen, mit seiner Krankheit umzugehen.

Das Spendenkonto, das Komps bester Freund Florian Swoboda (die beiden kennen sich seit dem Kindergarten) im Netz eingerichtet hat, bleibt bestehen (www.betterplace.org/p63128).

Auch wenn sie „super anstrengend“ gewesen sei: „Das war eine richtig coole Tour, die nach einer Wiederholung schreit“, sagt Komp. Nächstes Jahr wird er wieder sein Motorrad aus der Garage holen und sich gegen Depressionen auf den Weg machen. Dann will er Nordeuropa ansteuern. Mit ein paar Freunden will er die Tour planen.