Rheinberg: Bürgermeister Frank Tatzel versammelte den Narrenadel um sich

Karneval in Rheinberg : Ein buntes närrisches Völkchen

Prinzentreffen in der Alten Apotheke. Jecken halten zusammen. Keiner kocht sein eigenes Süppchen. Bürgermeister sieht keinen Anlass für Pointen übers Stadthaus.

Bürgermeister Frank Tatzel begrüßte bis auf die KAG Ossenberg, die entschuldigt fehlte, Vertreter aller sieben Karnevalsvereine zum Prinzentreffen in der Alten Apotheke. „Wir tun, was wir am besten können: zusammenstehen, reden, Bier trinken“, so der Präsident der Rhinberkse Jongens, Wolfgang Rams. „Ein Glas zum Anstoßen“ gönnte sich auch Budbergs Karnevals-Urgestein Rolf Kuhlmann.

Der Bürgermeister dankte allen, „die das Brauchtum aufrechterhalten“. Er freute sich, „dass die Verwaltung diesmal keinen Anlass“ zu Spötteleien gegeben habe. Das sahen die Jecken naturgemäß anders. Ex-Bürgermeisterin Ute Schreyer sagte als Gründerin des Prinzentreffens: „Die Idee war, alle Vereine zusammenzukriegen, damit nicht jeder sein Süppchen kocht.“ Das hat bis heute funktioniert. Hans-Theo Mennicken ist der einzige Mann in der Bütt bei den jecken Damen der kfd Borth-Wallach. „Danach sind keine Männer mehr zugelassen“, sagte Teamsprecherin Kathi Kröll, die nach über 40 Jahren im Herbst aufhört.

Das Miteinander, so Clemens Sprünken, Elferratspräsident von St. Ullrich Millingen, sei die Besonderheit des Rheinberger Karnevals. So sah das auch der Vorsitzende des 1. OKK Orsoy, Paul van Holt. Die Borther Prinzessin Angelika I. die „Singende“ freut sich auf die Session: „Als kleines Kind träumst Du, Prinzessin zu sein.“ Jetzt mit 64 ist sie eine. Beigeordnete Rosemarie Kaltenbach verriet, dass sie an Altweiber „Abba-Schlaghosen“ tragen wird. Auch der Rheinberger Prinz Ralf I. „der Einsatzbereite“ meldete sich startklar.

(aflo)