Rheinberg: Bürgerinitiative will Baerler Busch erhalten

Kritik an Regionalverband Ruhr : Bürgerinitiative will keinen Kahlschlag im Baerler Busch

Das nächste Treffen der Gruppe findet am Mittwoch, 2. Oktober, um 19.30 Uhr in der Gaststätte Schwarzer Adler statt.

Ist der Baerler Busch als Waldgebiet und Naherholungsgebiet bedroht? Jedenfalls steht die Forstwirtschaft des Regionalverbandes Ruhr (RVR) in der Kritik. Sie beabsichtigt, dort zahlreiche Bäume zu fällen. Sie sind bereits markiert. Das Ausmaß des Einschlags überrascht den Baerler Gernot Fischer und besorgt ihn, denn er hält es für überzogen und schädlich für den Wald und die dort lebenden Tiere.

Schon früher war dem Baumsachverständigen aufgefallen, dass Ruhr Grün, eine Tochter des Regionalverbandes, den Holzeinschlag deutlich intensiviert hat. Um Klarheit zu gewinnen, hat sich der Baerler im August an die Betriebsleitung gewandt und seine Sorge zum Ausdruck gebracht. Johannes Maximilian Gerst, Leiter der Waldbewirtschaftung West, hat umfangreich geantwortet und betont, dass bei den Fällungen „pflegerische Ziele im Vordergrund“ stünden. „Benachbarte Bäume werden entnommen, damit sich die Krone des starken Baumes noch besser entwickeln kann“, heißt es und Gerst stellt klar: „Dabei entnehmen wir dem Wald nicht mehr Holz, als nachwächst.“

Dass im Baerler Busch schon jetzt sehr viele Bäume gefällt wurden, ist nicht zu übersehen. An vielen Stellen wirkt der Wald sehr licht, es gibt auch mehrere größere Areale von über zwei Hektar Größe, auf dem lediglich zwei, drei vereinzelte Bäume zu sehen sind. Zum Vergleich: eine Sportanlage ist ein Hektar groß. Seit zwei oder drei Jahren beobachtet Fischer eine Intensivierung des Holzeinschlags. Eine Ausdünnung des Bestandes hält auch Fischer für sinnvoll. „Aber es kommt auf das Ausmaß an.“ Durch den Kahlschlag seien einzelne Bäume instabiler bei starken Winden.

Mit Gleichgesinnten hat Gernot Fischer einen Info-Abend im Schwarzen Adler in Vierbaum (Baer­ler Straße 96) organisiert, zu dem etwa 40 Interessierte erschienen. Für Mittwoch, 2. Oktober, ist dort um 19.30 Uhr ein zweites Treffen anberaumt, zu dem Interessierte willkommen sind.

www.baerler-busch-ist-bedroht.de

(RP)
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