Aktion in Rheinberg Blaues Licht für die Angelman-Kinder

Rheinberg-Ossenberg · Die Tochter von Petra und Carsten Kämmerer aus Ossenberg leidet unter dem seltenen Syndrom. Mit zwei Aktionen machen die Eltern auf diese Form der Erkrankung aufmerksam. Unter anderem wird das Solvay-Werk illuminiert.

 Die kleine Lea aus Ossenberg hat das Angelman-Syndrom. Am 12. und am 15. Februar wird über die seltene Form der Erkrankung informiert.

Die kleine Lea aus Ossenberg hat das Angelman-Syndrom. Am 12. und am 15. Februar wird über die seltene Form der Erkrankung informiert.

Foto: Kämmerer

Der 15. Februar ist der Internationale Angelman-Tag – der Tag, an dem Organisationen und Eltern auf die seltene Erkrankung Angelman-Syndrom aufmerksam machen wollen. In Ossenberg widmen sich Petra und Carsten Kämmerer seit einigen Jahren dieser Aufgabe. Ihr Töchterchen Lea ist ein „Angel“-Kind. Das Paar weiß, wie wichtig es ist, möglichst schnell an erfahrene Ärzte und Therapie-Einrichtungen verwiesen zu werden. Genauso wichtig: Organisationen, die den Austausch und Information betroffener Eltern fördern.

Deshalb macht sich das Ehepaar Kämmerer wieder stark für die betroffenen Kinder und deren Eltern. Mit einer ganz besonderen Aktion: Am Dienstag, 15. Februar, wird das Verwaltungsgebäude der Solvay in den Abendstunden blau illuminiert. Die Farbe des Angelman-Syndroms. „Alljährlich werden an diesem Tag unterschiedliche Bauwerke beleuchtet, dabei waren unter anderem das Kolosseum in Rom und die New Yorker Freiheitsstatue“, berichtet Kämmerer. Er und seine Frau freuen sich, dass Norbert Mülders, Werkleiter in Rheinberg, spontan seine Zusage erteilt hat. Für die technische Realisation sorgt die Blue-Media-Light-Veranstaltungstechnik, die in der Vergangenheit die Ossenberger Kirche hat leuchten lassen.

Bereits im Vorfeld steht der Ossenberger Wochenmarkt am Samstag, 12. Februar, von 8 bis 13 Uhr, im Zeichen des internationalen Angelman-Tages. Die Markthändler haben spezielle Angebote, sie spenden für den Angelman-Verein, der deutschlandweit entsprechende Zentren errichtet. „Wegen Corona sind wir natürlich sehr eingeschränkt mit Aktionsständen, aber zwei, drei genehmigungsfähige Attraktionen lassen wir uns sicher einfallen“, verspricht Carsten Kämmerer. Mit dabei sind zur Unterstützung am 12. Februar auf jeden Fall Bürgermeister Dietmar Heyde und Ehefrau Sabine Heyde. Für den „süßen Ausgleich“ sorgt Tobias Faasen mit einer Candy-Bar und Waffelverkauf. „Der Erlös geht an den Selbsthilfeverein“, so Kämmerer. Benjamin Balzen, wie Faasen aus Ossenberg, ist mit seiner Firma „Einfach und sauber“ dabei; die Cocktail-Amublanz wird auf ihrer Internetseite einen Spendenbutton einrichten – mit einem Klick kann man fünf Euro an die Angelman-Organisation spenden. Zudem geht am 11. und 12. Februar pro verkauftem Cocktail jeweils ein Euro an die Einrichtung

Neben den tollen Aktionen liegt den Kämmerers der Stand mit vielen Informationen des Angelman-Vereins am Herzen. Was ist das Angelman-Syndrom überhaupt? Wohin können sich Eltern wenden? Welche Therapien und Möglichkeiten gibt es? „Wir wollen aufklären und wünschen uns, diese Kinder in die Mitte unserer Gesellschaft zu holen“, formuliert Carsten Kämmerer den Anspruch.

(nmb)